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Weltmeisterschaft : Präzisions-König kommt aus Rieseby

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Matthias Remitz ist neuer Genauigkeits-Weltmeister im Steine Ditschen. Spannung bis zum Schluss in allen Wettbewerben.

Trotz des widrigen Wetters mit Gewitter, Regen und niedrigen Temperaturen wurde die zweite Weltmeisterschaft im Steine-Ditschen ausgetragen und war mit 200 Besuchern ein Erfolg. In verschiedenen Disziplinen galt es, die Titelträger am Strand des Campingplatzes der Familie Heide in Klein Waabs zu ermitteln. Insgesamt 79 große und kleine Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten den jeweils Besten in zwei unterschiedlichen Altersgruppen (Kinder bis zwölf Jahre und Große ab 13 Jahren) unter sich ausmachen.

Nachdem Blitz und Donner sich wieder verzogen hatten, wartete auf die älteren Teilnehmer der „Genauigkeits-Wettbewerb“, bei dem es nicht auf die Anzahl der Sprünge auf der Wasseroberfläche ankam, sondern auf die Treffsicherheit der Kontrahenten. Die Steine mussten in ein 90 Zentimeter breites und 25 Meter entferntes Fangnetz geditscht werden. Der Teilnehmer mit den meisten Steinen im Netz gewann diese Disziplin. Das beste Zielwasser hatte ein Lokalmatador getrunken: Matthias Remitz aus Rieseby ließ die Konkurrenz mit vier Treffern hinter sich, nachdem er zuvor lange um den Finaleinzug gebangt hatte und ins Stechen musste. In der Endrunde hatte der 46-Jährige, der mit 40 vorher gesammelten Steinen in den Wettbewerb gestartet war, dann aber den besten „Touch“ und verwies Jan Petersen (3), Arian Leopold (2) und Ingmar Käding (1) knapp auf die Plätze.

Anschließend wurden in den Wettbewerbsrunden „Meister der 1000 Sprünge“ die exakten Hüpfer pro Wurf gezählt, die an der Wasseroberfläche zu erkennen waren. Hier kam es bei den Erwachsenen zur getrennten Wertung – Damen, Herren und Kinder wurden separat gewertet. Aus der Vorrunde jeder Disziplin wurden die vier besten Steine-Ditscher ermittelt, die dann das Finale zu bestreiten hatten. In allen drei Wertungen musste jeweils ein Stechen zahlreicher Teilnehmer vorgenommen werden, um auf vier Finalteilnehmer zu kommen. Sieben Steinsprünge gelangen bei den Kindern Jannik Böhnke, der sich deutlich gegen Christian Ulbricht (4), Christoph Faltin (4) sowie Jeremy Viertel (2) durchsetzte und damit Jugend-Ditsch-Weltmeister wurde. Enger ging es bei den Damen zu, hier musste auch die Siegerin per Stechen ermittelt werden. Am Ende gewann Lisa Koehn-Hevernick mit fünf Sprüngen vor Kerstin Birk (5), Uta Käding (5) sowie Katharina Delling (4).

Mit Spannung wurde das Finale der Herren erwartet, die mit viel Power glänzten. Unter den Finalisten befand sich der Vorjahressieger Jörg Petersen (Schleswig), der leicht favorisiert in die Endrunde ging. Er führte auch lange Zeit gemeinsam mit Dirk Reeps aus Kiel mit acht „Ditschern“ das Feld an, ehe der 37-jährige US-Amerikaner John Rapaglia (New York) einen Elf-Sprünge-Wurf präsentierte und damit Ditsch-Weltmeister 2017 wurde.

Die Ausrichter, der Campingplatz Heide sowie die Tourismusgesellschaft Ostseefjord Schlei, konnten als Moderator der Veranstaltung Andi Pooh (Kiel) gewinnen. Ihm zur Seite standen die Flensburger Schiedsrichter Christoph Mantz und Patrick Vollersen.

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