Potential am Schulweg und am Grünen Weg

So könnte der spätere Bahnübergang zum Grünen Weg aussehen.
1 von 3
So könnte der spätere Bahnübergang zum Grünen Weg aussehen.

Entwurf des Parkraumkonzepts vor: Aufstockung und Erweiterung an der Bahnlinie

23-7984172_23-54804914_1377792478.JPG von
03. Juli 2014, 09:42 Uhr

Die dynamische Stadtentwicklung mit der Umsetzung mehrerer Großprojekte – Nooröffnung, Hafenspitze, Kino – stellt Eckernförde auch verkehrstechnisch vor neue Herausforderungen. Ein Aspekt sind dabei die Parkplätze. Im Auftrag der Stadt hat sich das Wasser- und Verkehrs-Kontor mit der Weiterentwicklung des Parkraumkonzepts befasst. Michael Hinz hat den Entwurf am Mittwochabend im Bauausschuss vorgestellt. Berücksichtigt wurde dabei die Innenstadt zwischen Kakabellenplatz, Strand und Hafen.

In diesem Bereich stehen den Autofahrern rund 4000 Parkplätze zur Verfügung – 1984 öffentliche, 1935 privat, die aber von Kunden „quasi-öffentlich“ genutzt werden, wie Hinz ausführte. 45 Prozent der öffentliche Parkplätze sind gebührenpflichtig, die größten Parkplätze sind am Grünen Weg (500 Stellplätze) und am P+R-Parkplatz am Bahnhof (300). Jeweils 30 Prozent der am 20. März befragten Bahnfahrgäste, die den P+R-Platz benutzen bezeichneten das Parkraumangebot als gut bzw. befriedigend. Durch die zentrale Lage und starke Nutzung wird dieser Parkplätze im Laufe des Tages aber überlastet. Daher sei eine bessere Anbindung des Parkplatzes Grüner Weg durch einen neuen Bahnübergang dringend notwendig, sagte Hinz. Bislang werde der Grüne Weg aufgrund des relativ längeren Fußweges zur Innenstadt nur selten als Ausweichparkplatz angenommen. Bei den gebührenpflichtigen Parkplätze gefiel Hinz die „innovative“ Bewirtschaft ung per Handy und die kreative „Brötchentaste“.

Der Gutachter hat einen Zielverkehr von 8500 Kfz/24 Stunden für die Innenstadt errechnet, den die 2109 Einwohnern, 4000 Beschäftigten sowie Kunden verursachen. Durch die Nutzung des Park+Ride-Platzes sowie von Strand und Stadthalle kommen weitere 1100 Kfz/24 Stunden hinzu. Anhand spezieller Berechnungen resultieren daraus rund 2000 erforderliche Parkplätze, die auch vorhanden seien. Die Prognose für 2030 sieht rund 2200 Stellplätze vor. „Das Parkraumangebot ist ausreichend, die Bewirtschaftung hat ein gutes Niveau bei moderaten Preisen und kurzen Entfernungen“, sagte Hinz. Er schlug den Bau weiterer Parkplätze beiderseits der Bahnstrecke durch eine Aufstockung am Schulweg (+ 150) und eine Erweiterung am Grünen Weg (+250) vor.

Ein Wiederaufbau des Parkdecks Noorstraße sei mit 1,52 Millionen Euro zwar fast ebenso teurer wie ein Neubau (1,6 Mio.) und damit unwirtschaftlich. Das neue, von den Stadtwerken betriebene Parkhaus gegenüber sei wirtschaftlich profitabel (jährliche Einnahmen 900 000 Euro, Aufwendungen 210 000 Euro).

Aufgestockt werden müsste die Zahl der innerstädtischen Fahrradstellplätze. Die 98 Plätze am Bahnhof reichten nicht, dort sollten 60 weitere entstehen. Die Zahl der 35 Abstellboxen sollte verdoppelt werden. Neue Abstellplätze sollten in der Gartenstraße (40) und Vogelsang (20) errichtet werden. Hinz empfiehlt ferner fünf anhängergeeignete Fahrradboxen sowie zwei Abstellanlagen mit Ladestrom für E-Bikes.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen