ausverkaufte stadthalle : Pop, Marsch oder Polka: Musikzug gibt alles

Vater und Sohn beim Saxofonsolo: Dirigent Joachim Prechtl und sein Sohn Ben, der Jüngste im Musikzug.
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Vater und Sohn beim Saxofonsolo: Dirigent Joachim Prechtl und sein Sohn Ben, der Jüngste im Musikzug.

Der Musikzug der Feuerwehr Alt Duvenstedt gab am Mittwoch vor 525 Zuschauern ein äußerst schwungvolles Konzert. Sowohl Moderator Lehmann als auch die Sänger Sebastian Arp und Sandra Gosch brillierten.

shz.de von
24. März 2017, 05:42 Uhr

Eckernförde | Ein abwechslungsreiches Konzert mit einem breit gefächerten Repertoire aus Polka, Marschmusik, Pop und Swing, garniert mit Gesangseinlagen, gepaart mit einer schwungvollen Moderation – das Konzert des Musikzugs Alt Duvenstedt ist jedes Jahr einer der Höhepunkte im Veranstaltungskalender der Stadthalle, so auch am Mittwochabend. Ausverkauft bis auf den letzten Platz – Hausmeister Jörg Leckband musste die Seitenbestuhlung dazustellen – erlebten 525 Zuschauer, unter ihnen viele Stammgäste, zwei Stunden lang einen tollen Abend. Unbestrittener Liebling aller weiblichen Fans ist und bleibt Trompeter Sebastian Arp, der in seiner zweiten Rolle als Sänger wieder einmal brillierte und zum Auftaktlied „Diana“ in einem golden glänzenden Jackett die Bühne betrat. Saxofonist Carsten Lehmann übernahm wie gewohnt seine zweite Rolle als Moderator und traf damit genau den Nerv des überwiegend älteren Publikums. Er verriet so manches Detail über Alt Duvenstedt. So sei Viagra das meist gekaufte Medikament in dem kleinen Dorf. „ Unsere Trompeter nehmen das auch, damit sie während des Liedes Cherry Pink keinen Hänger haben“, witzelte er. Es ist ihr Hobby und doch präsentieren die Musiker einen satten Bigband-Sound, der überzeugt und Spaß macht. Ob es die Beach Boys-Melodien sind, der Colonel Boogey March oder ein Potpourri aus dem Musical „My Fair Lady “ ist – die Musiker sind mit Leidenschaft und Spaß bei der Sache. Dirigent Joachim Prechtl, erst der zweite in der 50-jährigen Geschichte des Musikzuges, vermag es, die Alt Duvenstedter zu rasanten Klang- und Harmonienfolgen zu treiben. Er selbst begleitete Sängerin Sandra Gosch, deren wechselnde Kleidung etwas fürs Auge bot und das Publikum teilweise zu einem Raunen veranlasste, zu dem ruhigen Titel „Segler aus Papier“ von Pe Werner. Sehr viel Beifall erhielt der Auftritt von Vater und Sohn, Joachim und Ben Prechtl (jüngstes Mitglied im Musikzug), die mit einem Saxofon-Solo im Stück „Moliendo Café“ glänzten.

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