Polizei warnt vor Trickdieben in Eckernförde

von
02. November 2013, 00:33 Uhr

Die Polizei in Eckernförde hat am vergangenen Mittwoch zwei Fälle von Trickdiebstahl aufnehmen müssen. In einem Fall blieb es beim Versuch. Im anderen Fall ergaunerte der Täter einen geringen Bargeldbetrag.

Gegen 11.15 Uhr klingelte ein Mann (etwa 50-60 Jahre, 170 cm groß, gebräunter Teint, Stirnglatze, dunkler Anorak, dunkle Hose) an der Wohnungstür einer 86-jährigen Rentnerin in der Kurt-Pohle-Straße und stellte sich in akzentfreiem Deutsch alsNeffe der alten Dame vor. Er gab vor, einen Briefumschlag mit einem größeren Bargeldbetrag in der Wohnung sicher verwahren zu wollen. Jedoch nur dort, wo die alte Dame auch ihre Wertsachen verwahren würde. Die Seniorin blieb skeptisch und verwies den Unbekannten aus der Wohnung. Der fuhr mit einem Rad davon.

Gegen 13.30 Uhr erschien ein deutlich jüngerer Mann (etwa 25 Jahre, 180 cm, Brille, Basecap, blaue Regenjacke) an der Wohnungstür eines 82-Jährigen in der Nettelbekstraße. Als der Rentner die Tür öffnete, drängte sich der junge Mann sofort in die Wohnung. Er gab sich ebenfalls als Neffe aus und wollte eine größere Summe in einem Briefumschlag an einem sicheren Ort deponieren. Gern dort, wo der „Onkel“ auch sein Erspartes verwahrte. In diesem Fall ergriff der Unbekannte die Geldbörse seines Opfers und wollte den Umschlag hinein stecken. Es kam zu einem kleinen Disput, woraufhin der junge Mann schließlich die Wohnung verließ. Auch er fuhr mit einem (Damen-) Rad davon. Festgestellt wurde später, dass aus der Geldbörse ein geringerBargeldbetrag fehlte. Die Kripo konnte ermitteln, dass der Rentner am selben Tag kurz nach 10.30 Uhr Bargeld von seinem Geldinstitut, der Förde Sparkasse, abgehoben hatte. Die Polizei schließt nicht aus, dass der 82-Jährige bereits dort beobachtet wurde und der Unbekannte ihm dann folgte.

Hinweise nimmt die Kripo in Eckernförde unter Telefon 04351/9080 entgegen. Gegenwärtig geht die Polizei davon aus, dass es sich um zwei Täter handelt. Die Polizei rät erneut, Unbekannte nicht in die Wohnung zu lassen. „Seien Sie misstrauisch. Ziehen Sie gegebenenfalls eine Person Ihres Vertrauens hinzu. Im Zweifel wenden Sie sich an diePolizei; wählen Sie den Ruf 110“, rät die Polizei.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen