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Schneller Erfolg : Polizei schnappt Tankstellenräuber

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Vier Männer zwischen 18 bis 24 Jahre sollen drei Tankstellen in 26 Stunden überfallen haben. Die Polizei fand die Tatwaffen und Teile der Beute bei ihnen.

Das ging schnell: Nicht einmal 24 Stunden nach dem Überfall auf die SB-Tankstelle in der Ostlandstraße hat die Polizei in Eckernförde vier junge Männer im Alter von 18 bis 24 Jahren festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, Überfälle auf insgesamt drei Tankstellen in Eckernförde und in Thumby innerhalb von 26 Stunden verübt zu haben. Dabei haben sie die Angestellten jedesmal mit Schusswaffen bedroht.

Der erste Überfall wurde am Sonntag, 19. Oktober, um 18 Uhr auf die Tankstelle an der Schwansenstraße in Thumby begangen: Dabei betrat ein schwarz gekleideter Mann mit Mütze und Sporttasche den Verkaufsraum und drohte der Angestellten (32) mit einer Pistole. Auf Geld hatte er es nicht abgesehen, sondern forderte nur die Herausgabe von Zigaretten. Nachdem die Angestellte mehrere Schachteln herausgegeben hatte, flüchtete der Unbekannte zu Fuß.

Nur einige Stunden später, in der Nacht von Sonntag auf Montag gegen 3.20 Uhr, betraten gleich drei maskierte Täter die Aral-Tankstelle an der B 76 in Eckernförde. Sie bedrohten die beiden anwesenden Angestellten (31 und 48 Jahre alt) und einen Kunden ebenfalls mit einer Schusswaffe und forderten die Herausgabe von Bargeld und Zigaretten. Die Täter waren dunkel gekleidet und trugen auffällige Maskierungen: Einer trug ein weißes Tuch mit einem Totenkopf, ein anderer eine Tarnmaske und der dritte Unbekannte eine Alienmaske. Auch in diesem Fall blieb die Sofortfahndung ohne Erfolg.

Aller guten Dinge sind drei, dachte sich danach zumindest einer der Täter. Der 18-Jährige marschierte am Montagabend gegen 19.50 Uhr in den „SB-Tanktreff“ in der Ostlandstraße bei Markant und forderte mit vorgehaltener Schusswaffe Bargeld. Die Tankwartin (46) gab dem nicht-maskierten Mann einen kleinen Betrag, woraufhin der Täter floh.

Was er wohl vergessen hatte: Jede Tankstelle hat eine Überwachungskamera. „Die kennen mich hier ohnehin nicht“, mag er gedacht haben, denn er war erst kurz zuvor nach Eckernförde gezogen. Pech für ihn: Ein Polizist auf dem Revier, der zuvor schon einmal mit ihm zu tun hatte, konnte ihn identifizieren. Hinzu kamen Hinweise von Zeugen. Alles zusammen genommen führte die Polizei auf die Spur des Quartetts. Am späten Dienstagnachmittag klickten dann die Handschellen. Bei den Festgenommenen handelt es sich um Männer aus Eckernförde. Alle vier sind der Polizei bereits bekannt. Bei ihnen konnten die Tatwaffen und ein großer Teil der Beute (Zigaretten und Bargeld) sichergestellt werden. Ihr Wert liegt im vierstelligen Bereich. Auch die Kleidung, die die Männer bei den Überfällen trugen, fanden die Polizisten teilweise vor.

Bei den Tatwaffen handelte es sich um Gasdruckwaffen, die erheblichen Schaden anrichten können und für die ein Waffenschein erforderlich ist, den die Täter nicht hatten. „Wenn man mit so einer Gasdruckwaffe gegen eine Scheibe schießt, zersplittert sie“, sagt der Eckernförder Kripo-Leiter Rolf Petersen. Ein Schuss ins Gesicht richtet demnach großen Schaden an. „Die Herkunft der Waffen steht noch nicht fest“, so Petersen weiter. „Wir ermitteln noch.“ Er attestierte den jungen Männern eine hohe kriminelle Energie. „Wir sind froh, dass wir sie so schnell geschnappt haben. Wer weiß, was sie sonst noch angestellt hätten.“

Die Männer sind noch gestern auf Antrag der Kieler Staatsanwaltschaft dem Haftrichter vorgeführt worden. Ihnen droht ein Gerichtsverfahren wegen schwerer räuberischer Erpressung, die mit einer Freiheitsstrafe nicht unter drei Jahren geahndet wird.

 

 

 

 

 

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erstellt am 23.Okt.2014 | 05:33 Uhr

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