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Nachnutzung für die Willers-Jessen-Schule : Politik setzt auf Studie und Kompetenz im Rathaus

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Politik hat am Mittwochabend die ersten Weichen für eine Nachnutzung der im Sommer frei gewordenen Willers-Jessen-Schule vorgenommen: Zunächst soll eine Machbarkeitsstudie Erkenntnisgewinn bringen, dann Ideen ergebnisoffen diskutiert werden.

shz.de von
erstellt am 26.Sep.2013 | 05:38 Uhr

Am Anfang steht wieder eine Machbarkeitsstudie. Bevor ein neues Nutzungspaket für die in diesem Sommer frei gewordene Willers-Jessen-Schule geschnürt wird, soll ein Gutachten den Eckernfördern einen gangbaren Weg aufzeigen, auf dem möglichst auch Fördermittel eingesammelt werden sollen. Das Geld für die Studie soll im Haushalt bereitgestellt werden. Für diesen Grundsatzbeschluss stimmten gestern Abend alle Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaft und Finanzen unter der Leitung von Ralph Krüger (CDU).

Der zur Annahme durch die Ratsversammlung empfohlene Beschlussvorschlag entspricht einem in diesem Fall großen gemeinsamen Nenner der vier eingereichten Anträge von CDU, SPD, Grünen und Bürger-Forum. Demnach wird die Stadtverwaltung beauftragt, die konzeptionellen Möglichkeiten für die weitere Nutzung des historischen Schulgebäudes in zentraler Lage zu erarbeiten. Berücksichtigt werden sollen touristische wie kulturelle Aspekte, auch Dienstleistungen für die Bürger in vielfältiger Form in Ergänzung zum Angebot in der Bürgerbegegnungsstätte. Es soll ein lebendiges Haus mit vielen Besuchern werden. Erwogen werden soll auch, die Turnhalle als Indoor-Spielplatz zu nutzen.

Ebenfalls einstimmig angenommen wurde der Ergänzungsantrag von SSW und FDP: Ihnen schwebt eine Nachnutzung durch eine Kombination aus Stadtbücherei, Gastronomie sowie von Vereinen und Verbänden vor. Das Ganze wird in acht Unterpunkten konkretisiert von der Entwicklung eines Raumkonzepts einschließlich der gastronomischen Nutzung des Vorplatzes über Kostenermittlungen für die Herstellung der Barrierefreiheit bis hin zu den Umzugskosten für die Stadtbücherei und – auch das soll geprüft werden – des Stadtarchivs von der Gartenstraße in die Willers-Jessen-Schule.

Auf jeden Fall soll ein längerfristiger Leerstand vermieden werden und das geschichtsträchtige Gebäude einer aus Sicht der Stadt sinnvollen Nutzung zugeführt werden. „Die Stadt muss sagen, was geht“, brachte Anke Göttsch (SPD) die Sache auf den Punkt. Für Katharina Heldt (CDU) ist dies „der erste Aufschlag“, die CDU sei offen für neue Ideen und wolle ergebnisoffen diskutieren. Nicht anders seien auch ihre Vorschläge zu verstehen: Verlagerung der Eckernförde Touristik und Marketing GmbH sowie des Kindergartens Mitte in das Schulgebäude und Verbleib der derzeitigen Nutzer. Edgar Meyn (Bündnis 90/Die Grünen) möchte die „tausend Ideen vom Mäuse-Museum bis zum Kulturzentrum“ kanalisiert und von kompetenter Hand (Stadtmarketing, Kulturbeauftragte) gebündelt wissen, um am Ende ein Konzept zu erwirken: „Euer Wissen (die Stadt) und unsere Vorstellungen (Kommunalpolitik)“ müssten unter einen Hut gebracht werden. Für Matthias Huber (Bürger-Forum) ist wichtig, dass das Haus „mit viel Leben“erfüllt wird und der Platz des „wundervollen Hauses“ belebt wird. Das Haus müsse als Frequenzbringer von möglichst vielen Menschen besucht werden.

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