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Eckernförder Zeitung

20. August 2017 | 04:21 Uhr

Politik fordert Erhalt der Kinderstation

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Ratsversammlung verabschiedet einstimmige Resolution / Hohe Erwartungen an den Kreis als Gesellschafter

Einstimmig hat die Ratsversammlung am Donnerstagabend eine Resolution zum Erhalt der Kinderstation und auch der Geburtshilfe an der Imland Klinik in Eckernförde verabschiedet (siehe Info-Kasten).

Es sei wichtig, dass sich die Eckernförder hinter die Kinderstation stellen, das gelte auch für die Geburtshilfe, sagte Susanne Molt (FDP). Dem Kreis müsse deutlich gemacht werden, dass die Bürger ernstgenommen werden müssten. Sie kritisierte, dass der Kreis als Gesellschafter und die Geschäftsführung bis heute nicht das im März 2013 versprochene Konzept zum dauerhaften Erhalt vorgelegt hätten. In der gemeinsamen Sitzung der Hauptausschüsse des Kreises und der Stadt Eckernförde habe Landrat Rolf-Oliver Schwemer versprochen, dass man mit Hochdruck an einer dauerhaften Lösung arbeiten werde. „Überhaupt nichts ist passiert“, sagte Molt. Jetzt müsse dem Kreis klargemacht werden, „wie sehr wir zu beachten sind“.

Rainer Beuthel (Die Linke) mahnte angesichts der gerade verkündeten Erhöhung der Bettenzahl in Eckernförde, nicht nachzulassen und sich „nicht einlullen zu lassen“.

Martin Klimach-Dreger (SPD), der ebenfalls im Kreistag sitzt, wies auf die nicht immer einfache Meinungsbildung hin. Vom „grundsätzlichen Willen, die Stationen zu erhalten, weicht keine Fraktion ab.“ Er erwarte Ende Februar vom Aufsichtsrat mehrere Lösungsvarianten.

Die Geburtshilfe, die eng mit der Kinderstation verzahnt sei, sei eine „hervorragende Abteilung“, die zum guten Image der Imland Klinik Eckernförde beitrage, sagte Katharina Heldt (CDU). Man dürfe die Stationen nicht nur als Kostenstellen betrachten. Heldt erwartet eine „gute Lösung unter Einbeziehung der niedergelassenen Kinderärzte“. Die Entscheidungsträger müssten sich dessen bewusst sein, dass sie für den ganzen Kreis „zwischen Karby und Hohenwestedt“ Verantwortung trügen.

Jörg Hollmann (CDU), Vorsitzender des Hauptausschusses des Kreises, sagte, dass der Hauptausschuss am 16. Februar mit Imland-Geschäftführer Johannsen und Aufsichtsratschef Schulz diskutieren werde. „Wir werden unsere Einwirkungsmöglichkeiten nutzen“, versprach Hollmann.

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erstellt am 17.Dez.2016 | 06:39 Uhr

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