zur Navigation springen

Schüleraustausch : Polen schätzen den sauberen Strand

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

14 Austauschschüler aus Eckernfördes polnischer Partnerstadt Brzeg waren zu Besuch bei Bürgermeister Jörg Sibbel.

Eckernförde | Wer hätte gedacht, dass Currywurst und Kartoffelsalat zu Botschaftern Deutschlands werden können. Aber wenn man die Schüler aus Eckernfördes polnischer Partnerstadt Brzeg fragt, was ihnen in Eckernförde besonders gut gefallen hat, führt kein Weg an dem deutschen Essen vorbei.

Eine Woche lang waren 14 Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren in Eckernförde und zeigten sich angetan vom Ostseebad. „Am Strand räumen alle ihren Müll weg, und täglich wird der Strand gereinigt“, ist vielen aufgefallen. „In Polen ist das nicht so.“ Auch, dass Fußgänger an roten Ampeln halten und erst bei Grün die Straße überqueren, hat die Schüler beeindruckt. Ebenso, dass viele Jugendliche das Fahrrad nutzen und die Radwege so gut ausgebaut sind.

Seit 1989 unterhält Eckernförde eine Städtepartnerschaft mit der 37  000 Einwohner zählenden Kommune in Polen. „Seitdem hat in fast jedem Jahr ein Schüleraustausch stattgefunden“, sagt Helmut Krause. Er ist Lehrer an der Jungmannschule, die sich von Anfang an um diese Art der Völkerverständigung gekümmert hat – auch wenn an dem Gymnasium gar kein Polnisch unterrichtet wird.

Die Gastschüler kamen bei Familien von Jungmannschülern unter, die Verständigung verlief größtenteils auf Englisch. Sie fuhren nach Lübeck, zur Phänomenta nach Flensburg, zum Multimar-Wattforum in Tönning und in den Hochseilgarten. Gestern ging es für sie ins Museum und ins Rathaus, wo ihnen Bürgermeister Jörg Sibbel Rede und Antwort stand, bevor sie sich auf die 15 Stunden lange Rückfahrt machten.

Jörg Sibbel lobte den Schüleraustausch. Er trage zur Völkerverständigung und zum Abbau von Vorurteilen bei. Großen Raum nahm die Beantwortung der Frage nach dem Umgang mit Flüchtlingen ein. In den vergangenen eineinhalb Jahren hat Eckernförde 300 Flüchtlinge aufgenommen, die dezentral untergebracht werden und auf viel Unterstützung von Haupt- und Ehrenamtlichen zählen können. Die Schüler freute das. Sie hatten aus dem Internet ganz andere Informationen erhalten.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 08.Jun.2016 | 06:21 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen