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Handball-Pokal : Pokalsensation bleibt aus – Fredenbeck im Blick

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der TSV Altenholz unterliegt dem Bundesligisten Frisch Auf Göppingen im DHB-Pokal mit 20:32, zeigt sich aber in der zweiten Halbzeit ebenbürtig. Am Sonnabend müssen die Randkieler in der 3. Liga zum VfL Fredenbeck.

Im DHB-Pokalspiel gegen den Bundesliga-Dritten Frisch Auf Göppingen gab es für die zwei Klassen tiefer spielenden „Wölfe“ zwar mit 20:32 (8:18) die erwartetet Niederlage, doch zumindest im zweiten Spielabschnitt bewiesen die Altenholzer eine tolle Moral und ließen den Zweiklassenunterschied vermissen. Nur schade, dass der Besucherzuspruch nicht so groß wie erhofft war. Die Zuschauer, die die Partie gesehen haben, erlebten ein tolles Handballspiel, in dem nicht nur der Gast aus der Eliteliga die spielerischen Höhepunkte setzte.

„Letztlich haben wir es sehr gut gemacht und uns teuer verkauft“, konnte der Altenholzer Trainer Klaus-Dieter Petersen mit seinem Mannen erhobenen Hauptes die Halle in dem Bewusstsein verlassen, dem Erstligisten zumindest im zweiten Durchgang einen sehenswerten Kampf geliefert zu haben. Die Leistung in der zweiten Halbzeit sollte den „Wölfen“ den nötigen Auftrieb bringen, nun auch in der 3. Liga den Weg nach vorne zu beschreiten.

In den ersten 30 Minuten zeigten die „Wölfe“ zu viel Respekt vor den mit Nationalspielern gespickten Gästen. „Über die erste Halbzeit möchte ich gar nicht viel reden“, meint dann auch Petersen lapidar. Zu sehr ließ sich sein Team von den Gästen beeindrucken, die in der Abwehr kompakt standen und kompromisslos zu Werke gingen. Lediglich Patrick Starke schien das nicht zu beeindrucken. Er war in den ersten 30 Minuten der Lichtblick bei den Hausherren. Die übrigen Altenholzer wollten zwar auch, doch es fehlte schlicht weg der Mut gegen die körperlich überlegenen Gäste. Die präsentierten sich dann auch wie eine Spitzenmannschaft. Geistig rege, jederzeit mit Blick für die Situation und entschlossen im Abschluss. Innerhalb von zwölf Minuten setzte sich Göppingen von 2:2 (3.) auf 10:3 (15.) ab und legte mit Tempospiel den Grundstein für den Erfolg. Konzentriert spielte Göppingen die Abläufe herunter, zeigte präzise Anspiele und sichere Abschlüsse. Von Überheblichkeit keine Spur. Schon nach 15 Minuten war klar, den „Wölfen“ würde keine Pokalüberraschung gelingen. Die Gäste hatten sich etwas vorgenommen und überließen nichts dem Zufall. Zur Pause führte der Gast deutlich mit 18:8.

Petersen muss in der Halbzeit die richtigen Worte gefunden haben. Seine Mannschaft, in der ersten Halbzeit noch gelähmt wie das Kaninchen vor der Schlange, legte den Respekt ab und begann mitzuspielen. Endlich trauten sich die „Wölfe“ auch riskantere Anspiele, stießen in die Lücken in der offensiven Deckung der Gäste und waren erfolgreich. „Anders als vor der Pause, als unser Spiel zu statisch war, haben wir im zweiten Abschnitt die ganze Breite des Feldes genutzt“, freut sich der „Wölfe“-Coach. Seine Spieler nutzten nun ihre Chancen. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Dem Außenseiter gelang es, den Rückstand nicht noch weiter anwachsen zu lassen. Die Gäste aus Göppingen schalteten keineswegs einen Gang zurück, versprühten weiterhin Spiellaune, zeigten allerlei Kabinettstückchen und sorgten weiterhin für spielerische Glanzpunkte.

Altenholz: Hampel (1.- 22.), Hossner (22. – 60.) – Lipp (2), Wegner (3), Drecke, Starke (7), Abelmann-Brockmann, Flindt (3), Voigt (1), Petersen, Boldt (3/3), Firnhaber (2), Reinert (2), Wegner, Elliasson, Abelmann-Brockmann.
Göppingen: Marinovic (ab 30.), Prost (1. - 30.) – Späth (2), Beljanski (3), Pevnov (2), Schiller (4/4), Sesum (4), Nyokas (2), Schöne (3), Kraus (2), Kneule, Lobedank (2), Oprea (4), Schoch (4).
SR: Kropp/Siebert (Osnabrück).

Zuschauer: 446.

Zeitstrafen: 4:2 Minuten.

Siebenmeter: 5/3:5/4.


3. Liga Nord, Vorschau
Den „Wölfen“ steht am Sonnabend (19.30 Uhr) schon die nächste schwere Aufgabe bevor. In der 3. Liga muss das Team von Klaus-Dieter Petersen beim VfL Fredenbeck, Achter mit 7:7 Punkten, antreten. Die Fredenbecker sind gut in die Saison gestartet, mussten in den letzten beiden Spielen aber Niederlagen hinnehmen. Gegen HF Springe gab es ein 27:31, beim SV Beckdorf unterlag Fredenbeck 26:35. Bislang schwächelte der VfL zu Hause. In den beiden bisherigen Heimspielen gab es Niederlagen. „Fredenbeck wird alles daransetzen, endlich auch zu Hause zu überzeugen“, erwartet Petersen einen motivierten Gegner. Den Auswärtsfluch haben die „Wölfe“ zwar schon besiegt. Jetzt geht es für die Altenholzer darum, die Leistung insgesamt zu stabilisieren. Im zweiten Spielabschnitt der Pokalpartie waren gute Ansätze erkennbar. Darauf will Petersen aufbauen und am besten beide Punkte aus Fredenbeck entführen.
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