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Gumm Prix Warm-up im utgard : Plötzlich sind die Zunftbrüder echt da

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Co-Autor und Miterfinder vom Gumm Prix, Hendrik Neubauer, gibt am Freitagabend ersten Einblick in den neuen Regionalkrimi. Weitere Teilnehmer für den Wettbewerb werden noch gesucht.

shz.de von
erstellt am 30.Mai.2016 | 05:50 Uhr

Eckernförde | Menschliche Abgründe und Mord vor den Kulissen der Eckernförder Urlaubsidylle – das ist das Konzept, das die Autoren Arnd Rüskamp und Hendrik Neubauer bereits zu zwei mitreißenden Regionalkrimis inspiriert hat. Nach dem 2013 veröffentlichten Erstling „Tod am Strand“ und dem Nachfolgeband „Die Schlei-Diva“ soll in diesem Sommer das neue Werk aus der Feder des erfolgreichen Autorenduos erscheinen. In „Strand ohne Wiederkehr“ wird Kommissar Hans Rasmussen gemeinsam mit seiner mütterlichen Freundin, der Brix, und seinen Kollegen erneut in gewohnt unterhaltsamer Manier mit schockierenden Entwicklungen zwischen den Meeren konfrontiert. Bevor der neue Roman Ende Juni erscheint, nutzte Hendrik Neubauer, der auch Frontmann der Hans Dylan Band ist, den Freitagabend für ein literarisches und musikalisches Resümee im Utgard, bei dem vor allem die ersten beiden Bücher im Vordergrund standen. „Es ist unglaublich spannend zu sehen, was passiert, wenn Literatur ins Leben schwappt“, sagte der Autor und spielte dabei auf den „Gumm-Prix“ an, der zunächst eine fiktive Veranstaltung aus „Tod am Strand“ war und in diesem Sommer bereits zum dritten Mal in Eckernförde stattfindet.

Für dieses fröhliche Ereignis, in das Gummiboote und nach Möglichkeit farbenfrohe Kostüme und Perücken einbezogen sind, werden noch weitere Teilnehmer gesucht. Die Beschaffung eines schwimmenden Untersatzes ist in diesem Jahr unproblematisch. „Da famila uns zwanzig Boote sponsert, kann wirklich jeder mitmachen“, freute sich Neubauer. Auch die Art der Fortbewegung lässt viel Raum für Kreativität. So habe im letzten Jahr auch ein Team teilgenommen, das sich mit Schaufeln statt Paddeln durch das Wasser bewegt hat, verriet er. Mit viel Schwung präsentierten er und seine Bandkollegen Ralf Böhnke (Bass) und Uli Rottgardt (Gitarre und Gesang) den diesjährigen Titelsong „Gib Gummi“, den sie, wie alle ihre Lieder, selbst geschrieben haben. Inspiriert werden sie dabei allerdings häufig von bekannten Melodien aus der Popkultur, so dass auch in „Gib Gummi“ beispielsweise Anspielungen auf den Evergreen „Er hat ein knallrotes Gummiboot“ zu finden sind. Aber auch der zur Handlung passende Soundtrack, den die Band zwischen den vorgelesenen Passagen aus den Krimis spielte, sorgte bei den Besuchern in der gemütlichen Dachstube der Gastwirtschaft für viel Applaus und amüsierte Blicke. Spätestens bei dem leidenschaftlich vorgetragenen Lied „Er ist nicht ihr Vater“, das sich auf die Schwärmerei einer verheirateten Romanfigur zu jungen Frauen bezieht und mit der Melodie von „Smoke on the water“ kombiniert wurde, wurde geschunkelt und lauthals gelacht. Die ausgelassene Stimmung erreichte schließlich ihren Höhepunkt, als Neubauer den Zuhörern zu späterer Stunde einen ersten Einblick in „Strand ohne Wiederkehr“ gewährte. Die entsprechende Stelle spielte, wie es der Zufall wollte, im Utgard. Als darin zwei junge Handwerker vorkamen, deren Aktivitäten auf Facebook vom Ermittlerteam rund um Kommissar Hans Asmussen verfolgt wurden, betraten tatsächlich die „Fremden Rolandsbrüder“ Julius Troeltsch und Carsten Marquardt den Raum und ließen sich in Zunftkleidung auf einer Bank in der Ecke nieder. Als Wirt Matthias „Hubi“ Huber dann auch noch verkündete, die beiden jungen Männer seien tatsächlich, wie im Roman, aktuell im Utgard wohnhaft, kannte die Begeisterung der Gäste kaum noch Grenzen. Kulinarisch abgerundet wurde der Abend von Koch Christian Ulrich Feist, der sich gemeinsam mit Neubauer speziell für diesen Abend eine Karte überlegt hatte, deren Gerichte namentlich perfekt auf die Handlung der Krimis abgestimmt waren. So bestellte beispielsweise Thorsten Rasmussen aus Kiel „Steak Salade à la Calloe“ – ein Gericht, das nach der jungen Kollegin des Kommissars benannt ist. „Ich habe den ersten Band bereits gelesen und werde mir auch die anderen Bücher kaufen“, sagte er. „Mir gefällt der lokale Bezug sehr gut. Man kennt die Handlungsorte“, so der ehemalige Eckernförder. Als die Gäste kurz vor Mitternacht ihren Heimweg antraten, war vielen ihre Neugier auf „Strand ohne Wiederkehr“ anzusehen. Die Premierenlesung mit Hendrik Neubauer und Arne Rüskamp findet am 23. Juni (19.30 Uhr) bei Liesegang statt, dann wird der Regionalkrimi im Handel sein.






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