Plattdeutsche Döntjes: In Unterhose auf Gülle-Tour

Nicht nur Matthias Stührwoldt hatte auf seiner Lesung im Stadthallenrestaurant viel Spaß – das Publikum auch.
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Nicht nur Matthias Stührwoldt hatte auf seiner Lesung im Stadthallenrestaurant viel Spaß – das Publikum auch.

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13. November 2014, 11:26 Uhr

130 Freunde der plattdeutschen Literatur hatten am Mittwochabend im Stadthallenrestaurant allen Grund zur Freude – trotz der trüben Novemberstimmung. Zu Gast war der Landwirt und Autor Matthias Stührwoldt, der aus seinem neuesten Buch „Dat meiste geiht doch vörbi“ (Quickborn-Verlag) vorlas.

Der 46-Jährige beschreibt in seinen Büchern Alltagsgeschichten vom Hof, von seinen Nachbarn, seiner vielköpfigen Familie und beweist dabei einen stoischen Humor, der ansteckend ist. Das Publikum brach in wahre Lachsalven aus, als Stührwoldt anschaulich erklärte, welche Auswirkungen Gülle für einen Bauern haben kann. Da kann es schon mal passieren, dass er nur mit einer Unterhose bekleidet auf dem Trecker anzutreffen ist, sollte ihn mal wieder ein Gülleregen ereilen. „De hett wisst dacht, ik geil mi womöglich doran op, nackig Gülle to föhren“, las er vor – die Zuhörer haute es vor Lachen fast von den Stühlen.

Bei seinen Geschichten befolge er die „Dreiviertel-einviertel-Regel“, so Stührwoldt. Dreiviertel sei wahr, der Rest gelogen. Dem Publikum war’s egal – sie genossen einen höchst vergnüglichen Abend.

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