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Aktion des Arbeitskreises Umweltschutz Gettorf : Plastiktüten haben ausgedient

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Arbeitskreis Umweltschutz bedruckt gemeinsam mit Flüchtlingen Leinenbeutel für die Lebensmittelausgabe.

Gettorf | In Zukunft können die Kunden der Eckernförder Tafel, Ausgabestelle Gettorf, ihre Waren in einem Leinenbeutel nach Hause tragen. Ab heute gibt es die hochwertigen Tragetaschen bei Leiterin Barbara Neusüß dazu. Solange der Vorrat reicht. Der Grund: Der Arbeitskreis Umweltschutz Gettorf (AUGe) hat die 200 Leinentaschen gespendet. „Achtlos weggeworfene Plastiktüten sind ein massives Umweltproblem: Sie verschmutzen Meere und Landschaften und gelangen nach ihrer Zersetzung in Mikroteilchen in den Naturkreislauf“, erklärt der Vorsitzende Wolfgang Miethke. Die Idee, dem entgegenzuwirken, war auf der jüngsten Jahresversammlung der AUGe aufgekommen, die Asylsuchenden daran zu beteiligen, um sie für dieses Thema zu sensibilisieren ebenfalls.

Im Café International wurde das Thema vorgestellt. „Bei der Frage, wer mithelfen möchte, schossen sofort viele Arme in die Höhe“, berichtet Cornelia Fürst, stellvertretende Vorsitzende der AUGe. Sechs Flüchtlinge aus Syrien und Eritrea wollten dabei sein.

Das Design wurde von Andres Wrage – Designer, Grafiker und AUGe-Sympathisant – honorarfrei entworfen. Gedruckt wurden die 200 Taschen bei einem Kieler Siebdrucker. Eine Seite trägt das Logo in Rot, auf der andere ist es Grün. „Die rote und die grüne Gruppe haben um die Wette gedruckt. Wir hatten viel Spaß“, beschreibt Fürst die Aktion. Am Ende wurde die Beutel auch noch gebügelt. Rund 400 Euro hat die AUGe für die Aktion investiert.

Heute werden die neuen Einkaufstaschen erstmals auf dem Bauhof in Gettorf verteilt. Dazu gibt es für alle einen Flyer von der Abfallwirtschaft Rendsburg-Eckernförde, der die Mülltrennung mehrsprachig und mit vielen Bildern erklärt. Barbara Neusüß ist gespannt, wie die Tasche angenommen wird und wer von den Tafel-Kunden sie von nun an regelmäßig dabei haben wird. 60 bis 70 Kunden, Einheimische und Flüchtlinge, kommen regelmäßig am Freitag um 10 Uhr zu ihr und ihren ehrenamtlichen Helfern.

„Es ist ein Anfang“, sagt Cornelia Fürst. Ob die AUGe sich vorstellen kann, die Aktion zu wiederholen, wenn die Taschen gut ankommen? „Nur, wenn wir Sponsoren finden, die uns unterstützen“, sagt sie.

Ahmad Alshab, Adnan Aloadi, Osama Almaghout und Mehary Fseha haben mitgemacht und ihnen gefällt das Ergebnis richtig gut. Osama hat sich über das nette Projekt mit Wolfgang Miethke und Cornelia Fürst gefreut. Auf die Frage, ob er die Tasche nun auch benutzen wird, gibt es für ihn nur eine Antwort. „Natürlich“, sagt er und lacht.

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erstellt am 22.Apr.2016 | 06:37 Uhr

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