zur Navigation springen

Naturfilmfestival Green Screen 2016 : Plakatwettbewerb: Vorschläge aus China, Simbabwe und USA - aber keine aus SH

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Künstler aus aller Welt beteiligen sich am Plakatwettbewerb für das Naturfilmfestival Green Screen. Aus aller Welt? Nein! Aus SH kam noch nichts.

Eckernförde | Das größte Naturfilmfestival Deutschlands feiert in diesem Jahr vom 14. bis 18. September 2016 in Eckernförde sein zehnjähriges Bestehen. Aufgrund dieses runden Geburtstages haben sich die Organisatoren eine besonders pfiffige Idee einfallen lassen und für das diesjährige, offizielle Festival-Plakat einen internationalen Wettbewerb ausgerufen. Am Dienstag traf sich zur ersten Zwischenbilanz ein Gremium von Sponsoren und Verantwortlichen der Festivalleitung und des Fördervereins. Die Resonanz ist enorm. Es wurden aus den USA und Südamerika, aus China und Simbabwe, auch aus vielen osteuropäischen Staaten kreative Ideen eingeschickt, allerdings bislang noch keine einzige aus Schleswig-Holstein.

Die Chance, auf Kreativität aus SH aufmerksam zu machen, wird offenbar nicht wahrgenommen. Für Künstler, Fotografen und Designer aus SH wäre eine Teilnahme am Plakat-Wettbewerb eine Möglichkeit, dem Festival regionale Identität zu geben. Mit einem solchen Wettbewerb macht beispielsweise die Kieler Woche in jedem Jahr auch außerhalb ihrer Saison auf sich aufmerksam und erhält weite Resonanz.

Dass niemand aus der Region sich beteiligen möchte, treibt die Festivalmacher um. „Es gibt 120 Einsendungen aus 37 Ländern, aber bislang keine aus Schleswig-Holstein“, sagte Festivalleiter Gerald Grote. Nicht vorstellbar, dass die Hobbyfotografen, Künstler und Grafiker aus der Region keine Einfälle haben sollen. Immerhin muss man kein Grafikdesign studiert haben, um sich an diesem Wettbewerb zu beteiligen.

Lediglich wenige Vorgaben wie Lesbarkeit, Darstellung des Green Screen-Logos und die Benennung des Festivaldatums müssen enthalten sein. Außerdem sollte das Plakat sowohl als Hoch- als auch als Querformat abgebildet werden können. Die entsprechenden Informationen für alle Teilnehmer sind gebündelt auf der Festival-Website eingestellt.

Sowohl das Einreichformular als auch die Wettbewerbsunterlagen und das Green-Screen-Logo werden als Download angeboten. Einsendeschluss ist der 15. März, danach wird sich eine Fachjury zusammensetzen und das Siegerplakat auswählen, das mit einem Preisgeld von 1200 Euro prämiert wird.

Was ist Green Screen?

Green Screen präsentiert Naturfans aber auch der Fachwelt Dokumentationen über Natur und Tiere. Es ist mit rund 30.000 Besuchern das größte Naturfilmfestival in Europa und lockt jedes Jahr Naturfans und Filmer nach Eckernförde. Zahlreiche Premieren gehören während der fünf Festivaltage in das Programm der Spielstätten, sowie eine offizielle Eröffnungsgala und eine Preisverleihung.  In Kooperation mit dem Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag veranstaltet Green Screen im Vorfeld des Festivals eine Naturfilmtournee durch 15 schleswig-holsteinische Städte. Aus einer Auswahl von drei Filmen können die Zuschauer ihren Favoriten wählen. Das Abstimmungsergebnis wird bei der Preisverleihung des Festivals verkündet und die Preisträger mit dem sh:z-Publikumspreis geehrt. Zu den in der Fachwelt begehrten Preisen gehört seit 2008 der mit 5000 Euro dotierte Heinz-Sielmann-Preis. In diesem Jahr findet das Festival vom 14. bis 18. September 2016 statt.

 

Bereits bei der Zusammenkunft am Dienstag stand fest, dass sich alle bisherigen Einsender bei der Präsentation ihrer Ideen sehr individuell mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Das Gremium stellte anerkennend fest, dass kein Entwurf den Inhalt der bisherigen Plakate aus den vergangenen Jahren widerspiegele und die Wirkung der Motive oft nachhaltig eintrete. Natürlich ist nicht jede eingereichte Skizze geeignet, obwohl nahezu alle Möglichkeiten dargestellt worden sind. Moderne Fotomontagen und klassische Zeichnungen wurden dabei ebenso eingesandt wie aufwändige Collagen und farbenprächtige Gemälde.

Es wird für die Jury, bestehend aus den Fachleuten Antje Spitzbarth (Grafikerin bei der Green Screen Festival-Organisation), Gerald Grote (Festivalleiter) und Claudia Höhne (Geschäftsführerin der Werbeagentur Ideenwerft) sowie Martin Schulte (Ressortleiter Kultur beim Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag, sh:z) und Konrad Bockemühl (Ressortleiter Kultur KN), keinesfalls eine leichte Aufgabe sein, den Sieger zu küren. Immerhin hat man sich bereits dazu entschlossen, den insgesamt zehn schönsten Plakaten eine besondere Darstellung einzuräumen. Vielleicht wird es eine Plakatausstellung in den Eckernförder Geschäften, eine Postkartenaktion oder eine Vorstellung in den regionalen Zeitungen geben – diese Entscheidung ist momentan noch offen.

Alle Teilnehmer werden auf jeden Fall auf der Homepage des Festivals namentlich genannt. Zudem wird der Hauptsponsor des Plakatwettbewerbes, Svante Wieben aus dem „Blickpunkt“ in der St.-Nicolai-Straße, wieder sein Lastenfahrrad mit dem Plakat zieren und damit durch Eckernförde fahren. Aufgrund der starken und insbesondere internationalen Resonanz überlegt das Gremium auch, diese Art des Plakatwettbewerbes in den nächsten Jahren fortzusetzen. Immerhin wurden vom Festival 60 deutsche Kunsthochschulen direkt angesprochen, die sogar eigene Semesterprojekte entwickelten, um sich damit an diesem Wettbewerb zu beteiligen. Fehlen also nur noch die tollen Ideen aus dem hohen Norden: Alle ambitionierten, kreativen Menschen mit einigermaßen künstlerischem Geschick sind bis zum 15. März aufgerufen, sich mit Plakatvorschägen zu beteiligen.

 

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 02.Mär.2016 | 06:54 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen