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Naturpark Hüttener Berge : Pläne für See-Sauna und Mountainbiker

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Ideen für eine Attraktivierung der Hüttener Berge gehen dem Vorstand des Naturparkvereins nicht aus

Wenn Hans-Claus Schnack über den Naturpark Hüttener Berge spricht, dann ist er in seinem Element. Ihm liegt die knapp 22  000 Quadratmeter große Region am Herzen, wie vermutlich kaum einem anderen. Seit 2009 ist der Klein Wittenseer Vorsitzender des Naturparkvereins und die Liste der Projekte und Aktivitäten, die in den vergangenen Jahren in den Hüttener Bergen realisiert werden konnten, ist lang. Allen voran nennt Schnack das Besucherinformationssystem (BIS), das die Kartierung, Herrichtung und Beschilderung der Wanderwege der Region beinhaltet. Daraus resultiert eine Broschüre mit 27 Rad- und Wandertouren durch den Naturpark. „Mittlerweile gibt es die dritte Auflage mit 30  000 Exemplaren“, betont Schnack, wie begehrt das Heft ist. Außerdem ist der Wanderführer auch als App für das Smartphone erhältlich.

Parkplätze wurden saniert, eine Namengebung zur bessern Orientierung für Urlauber ist in Planung. Ein Imagefilm wurde gedreht, an dem Zufahrtsstraßen Willkommenstafeln errichtet, Reitwege ausgewiesen und die Schirnauer Seebrücke erneuert.

Erst kürzlich gab es bei einem Treffen der Naturparkvertreter im Kreishaus Lob von der Verwaltung für die gute Entwicklung, berichtet Schnack.

Als langjähriger Bürgermeister und Kreistagsabgeordneter weiß Hans-Claus Schnack, wen er in Behörden und Ministerien ansprechen muss, um Gehör zu finden. Mit seiner Beharrlichkeit, seinem Engagement und Enthusiasmus ist er erfolgreich, weiß aber auch, dass es ohne Partner nicht geht. „Die Zusammenarbeit mit dem Amt, der Touristik in Eckernförde und den Gemeinden ist hervorragend“, sagt er. Es sei in den vergangenen Jahren gut gelungen, die Menschen in der Region mitzunehmen, sich auch zu arrangieren mit den Akteuren des Naturparks.

Der Naturparkverein verfügt Jahr für Jahr über rund 40  000 Euro. Vom Kreis Rendsburg-Eckernförde gibt es knapp 23  000 Euro, vom Amt Hüttener Berge 5000 Euro, hinzu kommen die Mitgliedsbeiträge und Spenden. Weitere Gelder bekommt der Verein aus einem Fördertopf des Landes, wenn er mit seinen Vorhaben und Konzepten überzeugen kann. So gab es zuletzt einen Zuschuss über 50 Prozent, rund 10  000 Euro, für 20 Sitzgruppen, die in den Gemeinden des Naturparks aufgestellt werden sollen. Die Bürgermeister sind bereits informiert und sollen die Standorte benennen. Etwa 5000 Euro gibt es für den Bau einer Aussichtsplattform mit Infotafeln an der Hüttener Au. Die Plattform in unmittelbarer Nähe zur Kirche soll im Frühjahr aufgebaut werden.

Und der Verein hat noch mehr vor. So finden bereits Gespräche mit den Förstern statt, um den Naturpark auch für Mountainbiker attraktiv zu machen. „Wenn wir nicht wollen, dass die kreuz und quer fahren, müssen wir den Bikern Strecken anbieten, um Konflikte zu vermeiden“, sagt Schnack.

Aber Hans-Claus Schnack hat da noch eine ganz andere Idee. „Eine See-Sauna“, sagt er. Am Bistensee oder Wittensee kann er sich diese Attraktion vorstellen. Ähnlich einem Hausboot könnte die Sauna auf dem Wasser oder in Ufernähe erstellt werden. „Wir brauchen nur einen Investor“, sagt er. Natürlich werde auch die Planung und Genehmigung kein Selbstgänger, aber realistisch.

Weitere Termine des Naturparkvereins sind die Bundestagung der Naturparke Anfang Mai auf der Landesgartenschau in Eutin und im Juni wieder die Regionalmesse auf dem Aschberg.

 

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erstellt am 11.Mär.2016 | 06:08 Uhr

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