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Bauausschuss Osdorf : Pläne für barrierefreies Wohnhaus nehmen Gestalt an

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Vierfamilienhaus ist abrissreif / Architekt stellt Entwurf für Neubau vor

Das Vierfamilienhaus in der Waldenburger Straße 3 ist abrissreif. Am Dienstag stellte Architekt Peter Hansen dem Bau-, Wege- und Umweltausschuss einen Entwurf für einen Neubau vor. Demnach soll das Haus über drei Vollgeschosse und ein ausgebautes Dachgeschoss verfügen und unterkellert sein. „Das Grundstück soll gut ausgenutzt werden“, so der Architekt. Das Gebäude wird damit nicht nur höher als das bisherige, sondern auch in der Grundfläche deutlich größer. Auf dem Grundstück würde dann nur noch Platz für bis zu fünf Parkplätze sein. Insgesamt sollten elf Zwei- und Dreizimmerwohnungen entstehen und im Dachgeschoss ein Gemeinschaftsraum mit Tee-Küche und Behinderten-WC. Das Haus soll barrierefrei gebaut werden und einen Aufzug erhalten. 12,50 Meter soll die Firsthöhe betragen, so hoch wie kein zweites Haus in Osdorf. Architekt Hansen räumte ein, dass es noch ein paar Probleme zu lösen gäbe. So existiere kein B-Plan für das Gebiet. Damit müsse sich das Gebäude in die Umgebung einfügen. Die umliegenden Häuser sind niedriger. Auch das Problem des 2. Rettungsweges vom Dachgeschoss sei noch nicht geklärt. Es müsse nun geschaut werden, ob alles auch baurechtlich durchzusetzen sei. „Wenn wir einen teuren Aufzug einbauen, dann brauchen wir eine maximale Geschosszahl“, sagte Bürgermeister Joachim Iwers (WgO). Ganz so optimistisch zeigte sich Sönke Jacobsen von der Verwaltung nicht. Seine Recherchen beim Kreisbauamt hatten ergeben, dass sowohl die Firsthöhe als auch die Geschossflächenzahl im jetzt vorliegenden 1,8 Millionen Euro teuren Entwurf nicht genehmigungsfähig seien. Bei Anfragen der Ausschussmitglieder ging es darum, ob im Brandfall die Feuerwehr auch im Dachgeschoss löschen könne. Ein Geschoss weniger und eine geringere Grundfläche würden die einzelnen Wohnungen erheblich verteuern. Darüber hinaus ist noch nicht klar, mit welchen Zuschüssen die Gemeinde rechnen kann. Bürgermeister Iwers hofft auf eine Förderung durch die Aktivregion „Hügelland am Ostseestrand“. In Kürze wird er beim Vernetzungstreffen der Aktiv-Regionen Schleswig-Holstein das Projekt vorstellen. Im September kommt das Projekt wieder in die Gemeindegremien. Bis dahin sollen Modellrechnungen der Verwaltung als Entscheidungsgrundlage vorliegen.

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