Umdisponiert : Pflaster statt Asphalt

Seit Pfingsten wird in der Alten Dorfstraße in Lindhöft gebaut: nun wurde  entschieden, die Straße nach der Sanierung der Regenwasserkanäle nicht wie ursprünglich geplant, zu asphaltieren, sondern in schlichtem Grau zu pflastern.
Seit Pfingsten wird in der Alten Dorfstraße in Lindhöft gebaut: nun wurde entschieden, die Straße nach der Sanierung der Regenwasserkanäle nicht wie ursprünglich geplant, zu asphaltieren, sondern in schlichtem Grau zu pflastern.

Alte Dorfstraße wird nach Kanalsanierung doch nicht geteert

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23. Juli 2014, 06:00 Uhr

Der Bauplan für die Sanierung der Alten Dorfstraße in Lindhöft vom Gettorfer Weg bis zur Bäderstraße wird geändert: Nach der Sanierung der Regenwasserkanäle wird die Straße nicht wie ursprünglich geplant asphaltiert, sondern in schlichtem Grau gepflastert. 60 Prozent der sich dadurch ergebenden Mehrkosten von 11 100 Euro werden nach der aktuellen Straßenausbaubeitragssatzung auf die Grundstückseigentümer umgelegt. Das bedeutet etwa 150 Euro mehr für jeden der 44 betroffenen Grundstückseigentümer. Darüber hinaus werden Leerrohre für die Versorgung mit schnellem Internet verlegt. Der Breitbandzweckverband stellt das Material und die Schächte, die Gemeinde übernimmt die Kosten von 7500 Euro für den Einbau. Das beschloss die Gemeindevertretung Noer in ihrer eigens zu diesem Thema einberufenen Sitzung einstimmig.

Trotz der Mehrkosten liege der Kostenanteil der Grundstückseigentümer immer noch wesentlich unter denen der ursprünglichen Kostenschätzung, betonte Bürgermeisterin Sabine Mues (CDU). Die anwesenden Grundstückseigentümer nahmen es gelassen. Zu hören war lediglich, dass man das doch schon hätte früher überlegen können. Zuvor hatten die Bürgermeisterin und der mit den Planungen beauftragte Ingenieur Lars Weimeier vom Büro Petersen & Partner aus Kiel die Veränderungen beim Bauvorhaben noch einmal erläutert. Die ausführende Firma Sievertsen aus Gettorf hatte die Pflasterung ins Spiel gebracht. Lars Weimeier hob hervor, dass bei einer Pflasterung die Straße bei späteren Arbeiten nicht erst aufgefräst und dann wieder geflickt werden müsste. „Das Pflaster muss nur aufgenommen werden“, sagte er. „Und hinterher ist nichts mehr zu sehen.“ Zudem hätte man länger Zeit, die Straßenarbeiten zu beenden, fügte der Bauausschussvorsitzende Jens Rahmlow (CDU) hinzu. Gepflastert werden könne auch im Winter.

Eckert Johannsen (WIN) erhofft sich durch die Pflasterung sogar ein optische Verkehrsberuhigung, und der Umwelt- und Touristikausschussvorsitzende Stefan Polte (WIN) sprach von einer guten Investition in die Zukunft.


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