Mühlentag : Pfingstmontag ist der „Anna-Tag“

Im Schatten der Mühle Anna genossen viele hundert Besucher  das Ambiente im Park und in der historischen Mühlenanlage samt Sägerei.
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Im Schatten der Mühle Anna genossen viele hundert Besucher das Ambiente im Park und in der historischen Mühlenanlage samt Sägerei.

Hunderte von Besuchern strömen am Mühlentag zur Mühle Anna nach Rieseby. Die Besucher erwartet eine Premiere. Im neuen Brotofen wurden nachmittags frische Brote gebacken.

shz.de von
11. Juni 2014, 06:00 Uhr

Rieseby | Pfingstmontag in Norby bedeutet für die meisten Riesebyer, Schwansener und viele Gäste, Pfingsten unter den Flügeln der Mühle Anna zu verbringen. Wie immer haben sich die vielen Aktiven des Mühlenvereins unter dem Vorsitz von Karl-Heinz Lappöhn auf dieses Fest vorbereitet. Traditionell zählt es zu den Höhepunkten des Jahres und zieht in jedem Jahr mehrere hundert Besucher an.

Eröffnet wurde der Mühlentag mit dem obligatorischen Gottesdienst, zu dem die Pastoren Almut Witt (Borby-Land) und Jörg-Michael Schmidt (Rieseby) über 160 Besucher begrüßen konnten. Diesen schönen Auftakt genießen Carola Sülze und Tochter Katrin aus Loose in jedem Jahr. „Wir radeln aus Loose hierher, auch weil unser Lieblingspastor dabei ist“, verriet Katrin Sülzle. Danach genießt sie mit ihrer Mutter die verschiedenen Stationen rund um altes Handwerk und Traditionen und stärkt sich am leckeren Kuchenbuffet. Für Kuchen hatte der achtjährige Yannick Fluen eigentlich gar keine Zeit. Er übte sich unter Aufsicht und Anleitung von Peter Merten in der Kunst des Schmiedens. Aber auch der Schumacher war wieder vor Ort, man konnte emsigen Damen am Spinnrad zusehen oder selbst kreative Kunstwerke aus kunterbunter Wolle filzen. „Unser Konzept steht seit Jahren und kommt immer wieder gut bei den Gästen an“, erklärte Karl-Heinz Lappöhn am Rande des Mühlentags das Erfolgsrezept an der Mühle Anna. Was gut ist, werde beibehalten. Zudem sei es bisher in jedem Jahr gelungen, etwas Neues und Interessantes hinzuzufügen. So wurde am Nachmittag frisches Brot im selbstgebauten Ofen gebacken. Das Heimatmuseum in der Mühle und in der Alten Sägerei war ebenso geöffnet wie das zauberhafte Mühlenatelier, so dass sich an allen Ecken und Enden des idyllischen Geländes zu Füßen der schönen Anna Möglichkeiten zum Stöbern und Staunen boten.

Die deftige Erbsensuppe durfte natürlich ebenso wenig fehlen wie das reichhaltige Tortenbuffet, auf das sich so manche Familie schon die ganze Woche über freute. Mit dem Mühlentag präsentiert der Mühlenverein seine Anna der Welt stets von der besten Seite.

„Ohne die vielen Helferinnen und Helfer wäre das gar nicht möglich“, so Lappöhn, der seinen herzlichen Dank an alle Unterstützer richtete, die in jedem Jahr dabei sind und den Mühlentag ausrichten. Auch Bürgermeister Jens Kolls ist ein bekennender Mühlen-Freund. Als Kind praktisch unter den Mühlenflügeln aufgewachsen, wohnt er wieder rund 30 Meter entfernt vis-à-vis und hat stets einen schönen Blick auf Riesebys Wahrzeichen. „Ohne Frage ist die Mühle das kulturelle Herz unserer Gemeinde“, so Kolls. Und auch wenn schon viele Ideen auf dem Gelände verwirklicht wurden, gebe es dort immer noch Potentiale, die in der Zukunft genutzt werden können. Und solange der Mühlenverein aktiv bleibe, werde Rieseby auch seine 'Anna' bewahren und weiter entwickeln und damit ein echtes Schmuckstück präsentieren – am Pfingstmontag – und an allen anderen Tagen auch.

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