Ratsversammlung beschließt öffentliche Auslegung : Pferdemarkt bleibt ein politischer Zankapfel

Die Ratsversammlung hat mehrheitlich die erneute öffentliche Auslegung für den Bebauungsplan Pferdemark 58b beschlossen und den Weg für die Errichtung eines neuen, kleinen Wohngebietes frei gemacht. Kritik gab es wegen der Firsthöhe und Zufahrt.

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20. September 2013, 05:53 Uhr

Die angestrebte Bebauung eines rückwärtigen Baufeldes im östlichen Pferdemarkt bleibt strittig. In der Ratsversammlung scheiterte ein SPD-Antrag zur Firsthöhenbegrenzung auf acht Meter und die Vorgabe, Sattel- und Walmdächer statt Flach- und Pultdächer zu bauen nur äußerst knapp: das Patt mit 11:11 Stimmen – die beiden SSW-Vertreter enthielten sich – bedeutete Ablehnung. Der Ursprungsantrag zur erneuten Auslegung des B-Plans Nr. 58b wurde mit den Stimmen von CDU, SSW, der Grünen, der FDP und Teilen des Bürger-Forums gegen das Votum von SPD und Linken bei zwei Enthaltungen des Bürger-Forums angenommen.

Frauke Piechatzek (SPD) hatte zuvor um die Zustimmung der Ratsversammlung für die Firsthöhenbegrenzung sowie die Festlegung auf Satten- und Walmdächer geworben. Nur so ließe sich der Bau von Staffelgeschossen verhindern und ein ungetrübter Blick auf die großen Friedhofsbäume gewährleisten. Die Zufahrt zum Wohngebiet durch eine nur 2,93 Meter breite Gasse sei äußerst problematisch. Katharina Heldt (CDU) fand hingegen die Firsthöhe von neun Metern und moderne Bauformen in Ordnung. Die Bebauung füge sich ein, Flachdächer seien „nicht per se schlecht“. Die Bedenknen der Anlieger könne sich verstehen, aber im Zuge einer Interessenabwägung sei der Kompromiss mit der deutlich reduzierten Zahl von nur noch zehn Wohneinheiten tragbar. Für Oliver Fink (FDP) ist die Zufahrt ein Problem, ebenso wie die ungelöste Müllabholung – das Wohngebiet ist für Müllfahrzeuge nicht anfahrbar. Es sei ein schwieriger Abwägungsprozess. Die Zustimmung der FDP zur Auslegung gelte nicht automatisch auch für den noch anstehenden Satzungsbeschluss.

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