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Eckernförder Zeitung

14. Dezember 2017 | 07:43 Uhr

Pferdemarkt an Belastungsgrenze

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Zum Bauprojekt Pferdemarkt

von
erstellt am 04.Sep.2013 | 06:36 Uhr

Im Pferdemarkt geht schon einiges ab. Verkehrstechnisch. Für eine Beinahe–Sackgasse mit nur schmalen Nebenabläufen über das Umwelt-Info-Zentrum und das Ykaernehus sind die Frequenzbringer Gemeinschaftsschule, EMTV-Sportplatz und -Sporthalle, UIZ, Lebenshilfe und Wohnheim in der Summe eine ganze Menge Holz. Die vielen An- und Abfahrten von morgens bis abends setzen den Anwohnern kräftig zu.

Besonders hart wird es die Bewohner rund um die Hinterhofzufahrt treffen, die jetzt nur der Propst und seine Familie nutzen. Von außen kaum als solche wahrnehmbar, schlängelt sich ein schmales Asphaltband zwischen den Häusern 22 und 18 empor. Kaum vorstellbar, dass sich dort Baumaschinen hinauf- und hinunterdieseln und sich später die Bewohner hindurchschlängeln. Kaum vorstellbar, aber wohl rechtens. Das hat die Bauausschusssitzung am Montag gezeigt. Investor Carsten Schröder hat sich nicht nur die Garagen eines Anwohners und seine Wegparzelle gesichert, sondern sogar in weiser Voraussicht die kleine Stichstraße zum Mühlenberg erworben, weil nur dort die Feuerwehr im Notfall durchfahren darf.

Den betroffenen Anwohnern ist dabei alles andere als wohl, und es soll auch Kommunalpolitiker geben, denen es ähnlich geht. Sie fürchten um ihre Häuser und Wohnqualität, was jeder verstehen kann, der sich das Dilemma angesehen hat. Andererseits will und muss die Stadt verdichten, um Wohnraum zu schaffen, der im Idealfall auch bezahlbar sein soll. Darüber ist übrigens im Falle dieses Projekts noch nicht gesprochen worden. Nicht dass der Investor am Ende auf die Idee kommen sollte, seine Parzellen und Häuser meistbietend zu versteigern, wie es in Einzelfällen schon vorgekommen ist. Wenn eine solche Praxis Schule machen sollte, kann Eckernförde mit seinen gewachsenen Strukturen und liebenswertem Charme bald einpacken.

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