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Netzwerk Dorfschulen : Petition für Erhalt der kleinen Schulstandorte

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Schulverband Schinkel-Neuwittenbek beteiligt sich / Teilnahme bis 17. März möglich

Schinkel | Der demographische Wandel bedeutet für die Schulen in Schleswig-Holstein, dass die Schülerzahlen zurückgehen. Wird die Schule zu klein, wird sie geschlossen. Die Kinder müssen dann mit dem Bus zur nächsten Schule fahren. Besonders Grundschulstandorte sind in Gefahr. Leittragende sind die Gemeinden, die mit ihrer Schule eine zukunftssichernde Institution verlieren. Damit das Anliegen in der Landespolitik die gewünschte Aufmerksamkeit bekommt, hat die Vorsitzende des Vereins „Netzwerk der Dorfschulen Schleswig-Holsteins“, Sandra Neukamm aus Hochdonn, eine Petition zum Thema „Stärkung kleiner Schulstandorte und der ländlichen Struktur“ beim Schleswig-Holsteinischen Landtag eingereicht. Sie fordert, dass kleine Dorfschulen mit guter pädagogischer Qualität trotz kleiner Schülerzahlen erhalten werden können, mehr Transparenz in Genehmigungsverfahren und Planungssicherheit für die Schulträger. Um beim Petitionsausschuss gehört zu werden, braucht es 2000 Unterschriften. Über 1200 Unterstützer hat die Petition bereits gefunden. Auch der Schulverband Schinkel-Neuwittenbek ist dabei.

Schinkels Bürgermeisterin Sabine Axmann-Bruckmüller und der Schulverbandsvorsitzende und stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Neuwittenbek Bernd Brandenburg rufen die Bürger auf, die Petition zu unterzeichnen. In ihrer Grundschule am Nord-Ostsee-Kanal sehe es mit insgesamt 110 bis 120 Schülern an beiden Standorten Schinkel und Neuwittenbek gut aus, betont Sabine Axmann-Bruckmüller. Aber sie findet, es ist eine sinnvolle Aktion, an der man sich beteiligen sollte. „Wichtig ist uns, worauf auch der Schleswig-Holsteinische Gemeindetag gerade wieder hinweist, dass wir frühzeitig eingebunden werden, damit wir Planungssicherheit haben“, fügt sie hinzu. „Nicht, dass man uns von heute auf morgen die Tür zumacht.“ Schulverbandsvorsteher Bernd Brandenburg bestätigt: „Uns geht es darum, dass man sich trauen darf, längerfristig zu planen und Geld in die Schule zu investieren.“

So formuliert es auch Sandra Neukamm in der Begründung ihrer Petition. Die Schulträger hätten zum Teil erhebliche Anstrengungen unternommen, um ihre Standorte für zusätzliche Schüler attraktiv zu machen, schaffen Ganztagsangebote, renovieren Gebäude, statten Schulbüchereien aus. Werde die Schule geschlossen, verblieben dem Schulträger die Investitionskosten. Sie fordert klare Kriterien für die Genehmigung möglicher Konzepte zum Erhalt eines Schulstandortes, dass Schulstandorte wenn, dann im Einvernehmen mit dem Schulträger und der betroffenen Gemeinde geschlossen werden, und dass vorher die Folgekosten für alle betroffenen Kostenträger betrachtet werden.

Die Unterschriftenlisten liegen in der Bäckerei Kornkraft und in der Möhl in Schinkel sowie beim Höker in Neuwittenbek aus. Unterstützer können die Petition noch bis 17. März auch auf der Seite des schleswig-holsteinischen Landtags im Internet unter https://www.landtag.ltsh.de/oepetition/petitionsliste unterzeichnen.



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