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Peter-jochimsen-Stiftung : Peking-Festival mit Eckernförder Wurzeln

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Peter-Jochimsen-Stiftung organisiert ein internationales Festival für Menschen mit und ohne Behinderung in China. Noch bis Freitag treten in Peking 15 Musikgruppen mit 250 Künstlern aus fünf Ländern auf.

Vor drei Jahren haben der Baltic Sea International Campus (BSIC) in Eckernförde und die Peter-Jochimsen-Stiftung eine China-Tournee für die weltweit erste Band mit behinderten Musikern, die Brenz Band aus Ludwigsburg, organisiert. Jetzt ist die Stiftung noch einen Schritt weitergegangen: Zusammen mit der schweizerischen Gesellschaft „Fondation Paix 21“, die unter anderem ein Krankenhaus in Beirut und eine Krankenstation im Tschad betreibt, organisiert sie das dritte internationale inklusive Musikfestival für Menschen mit und ohne Behinderungen in Peking.

Gestern ging es los für den Kuratoriumsvorsitzenden Peter Jochimsen und Vorstandsvorsitzende Wei Qian, die über ausgezeichnete Kontakte in der Volksrepublik verfügt. Zweieinhalb Jahre haben die Vorbereitungen für das „Festival Makel los – Sans Tache“ gedauert, insgesamt 15 Musikgruppen mit über 250 Künstlern nehmen an dem Festival teil, das noch bis Freitag dauert. Sie kommen aus Süd-Korea, Ungarn, der Schweiz, Deutschland und China und wollen daran erinnern, dass auch Menschen mit Behinderung ein Recht auf Menschenwürde haben. Die Schirmherrschaft für die Veranstaltung hat die Unesco übernommen.

Die Musikgruppen werden unter anderem im „National Centre for Performing Arts“ ein bunt gemischtes Repertoire aus Musikstilen präsentieren. Gastgeber in China ist die „China Association of Persons with Intellectual Disability and their Relatives“ (CAPIDR). Deutschland stellt mit knapp 100 Musikern die größte Gruppe der Teilnehmer. Mit dabei ist die Brenz Band aus Ludwigsburg, „The Blind Stones (Stuttgart), „Blaumeiers Chor Don Bleu“ (Bremen), „2Cool4School“ (Murrhardt), „My Rock King Rico“ (Wittlich), die „Dr. Mahockta Band“ (Essen), „Veeh-Harfen“ (Nüdlingen) und die „Groove Inclusion Big Band“ (Fellbach).

Der deutsche Botschafter in Peking, Michael Clauss, misst dem Festival und der Konzertreise von integrativen Musikgruppen nach Peking große kultur- und gesellschaftspolitische Bedeutung bei. In einem Schreiben begrüßt die Deutsche Botschaft das Engagement der Peter-Jochimsen-Stiftung für Emanzipation und Gleichstellung von Menschen mit Behinderung: „Wir würden uns freuen, wenn das Vorhaben der Stiftung, ein Musikfestival mit Behindertengruppen in Peking mit zu organisieren und deutschen Gruppen die Teilnahme zu ermöglichen, auch von weiteren Institutionen und Unternehmen gefördert werden könnte.“ Auch die Botschaften der Länder Schweiz, Südkorea und Ungarn haben ihren Besuch beim Festival angekündigt.

www.festivalmakellos-sanstache.org



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erstellt am 20.Okt.2014 | 06:12 Uhr

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