3. Handball-Liga : Peetz hadert mit seiner Mannschaft und den Schiedsrichterinnen

Die Owschlagerinnen zerren mächtig am Trikot von Lotta Woch (links; am Ball), können die Nord Harrisleerin aber nicht am Torwurf hindern.
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Die Owschlagerinnen zerren mächtig am Trikot von Lotta Woch (links; am Ball), können die Nord Harrisleerin aber nicht am Torwurf hindern.

Der TSV Owschlag führte im ersten Durchgang gegen den TSV Nord Harrislee, musste sich dann aber am Ende mit 23:26 geschlagen geben. Trainer Rainer Peetz sparte gegenüber seinem Team und den Schiedsrichterinnen nicht mit Kritik.

shz.de von
19. Januar 2015, 06:00 Uhr

Harrislee | Sechs Spiele hintereinander hatten die Handballerinnen des TSV Nord Harrislee in der 3. Liga verloren, bis am Sonnabend der Tabellenfünfte TSV Owschlag in die Holmberghalle kam. Die Gäste mussten die Punkte beim 23:26 (12:13) in Harrislee lassen, zu sehr fehlte es der Mannschaft von Trainer Rainer Peetz an diesem Tag an Willens- und Durchschlagskraft. Zudem haderte Peetz mit der Schiedsrichterleistung. „Aus unserer Sicht muss ich die Schulnote sechs für die Unparteiischen verteilen. Noch ärgerlicher ist jedoch, dass Harrislee mehr investiert hat für den Sieg als wir. Das muss ich meiner Mannschaft vorwerfen“, kritisiert der Coach.

Es war das zweite Mal in dieser Saison, dass die Referees Dr. Mirja Schulz und Tanja Wrobel den TSV Owschlag pfiffen. Peetz’ Meinung über die beiden Damen ist nach der Begegnung nicht gerade besser geworden. Drei Punkte störten ihn besonders: die Vergabe der Stürmerfouls, das Fingerspitzengefühl beim Zeitspiel und zwei in der ersten Halbzeit irregulär erzielte Treffer. Zweimal soll die Harrisleer Werferin den Sechs-Meter-Kreis betreten haben, trotzdem zählte das Tor. Andernfalls hätte der TSV laut Peetz statt 9:7 schon 9:5 vorne gelegen. So aber blieb es ein Spiel Spitz auf Knopf, in dem sich kein Team vorzeitig absetzen konnte. Sieben Minuten vor Abpfiff erzielte Jill Sievert den Ausgleich zum 21:21.

Die „Crunchtime“ gehörte jedoch dem Zweitliga-Absteiger. Peetz: „In den entscheidenden Phasen fehlte es uns leider an Abgebrühtheit und an Souveränität. Wir treffen dann nicht mehr die richtigen Entscheidungen.“ Selbst Torhüterin Sophie Fasold, die im Grunde eine gute Partie ablieferte, konnte ihrem Team nicht mehr helfen, denn auch die Gastgeberinnen hatten in Marie Andresen eine Top-Keeperin am Start, an der die Owschlager Schützen zu oft scheiterten. Dies war nur ein Grund, weshalb Rainer Peetz diesmal keine Feldspielerin gesondert hervorheben wollte. „Damit tue ich mich schwer“, äußert sich der Coach vielsagend.

Trotz der Niederlage bleibt der TSV Owschlag in der Tabelle mit 15:15 Punkten auf Platz fünf. Allerdings haben die beiden nachfolgenden Teams ein (Henstedt-Ulzburg) beziehungsweise zwei Spiele (Buxtehude) weniger absolviert.

Richtungweisend wird die Partie am kommenden Freitag werden, wenn der TSV den SV Henstedt-Ulzburg in eigener Halle empfängt.


TSV Owschlag: Fasold, Witt – Ewert (4), Sievert (3), Peters (7), Stolley (5/2), Herklotz, Zadow (1), K. Rohwer, Trceziok, Lyke (2), H. Rohwer (1), H. Meenke

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