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Eckernförder Zeitung

20. Oktober 2017 | 22:12 Uhr

Patt - viele Gespräche nötig

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shz.de von
erstellt am 28.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Loose/Brodersby | Von klaren Verhältnissen nach der Kommunalwahl ist man in Loose und Brodersby noch entfernt. In beiden Gemeinden konnte die CDU zwar die Mehrheit gewinnen, in Loose sogar die absolute Mehrheit mit 50,6 Prozent der Stimmen, dennoch ist die Wahl ihrer Spitzenkandidaten zum Bürgermeister ungewiss. Ihren jeweils sechs Sitzen stehen in Loose vier der WVL und zwei der SPD - in Brodersby drei der SPD und drei der neuen Wahlgruppe demIni gegenüber.

"Wir haben gesiegt, aber nicht gewonnen", sagte Bürgermeister Gerd Feige aus Loose. Ein Patt in der Gemeindevertretung stehe für Stillstand, sagte er auf Nachfrage der EZ. Er bemühe sich noch, möglicherweise einen 13. Sitz für Loose zu bekommen, um eine klare Entscheidung mit dünner Mehrheit zu ermöglichen. Er werde in Gesprächen mit allen Fraktionen nach einer Lösung suchen, sollte es keinen weiteren Sitz geben.

Vor einer ähnlichen Situation steht Christian Schlömer in Brodersby. Auch er wird versuchen in Gesprächen im Vorfeld der ersten Gemeindevertretersitzung eine tragfähige Lösung zu finden, um als Bürgermeister wiedergewählt zu werden. "Man wird sicherlich Kompromisse schließen müssen", sagte er. Und ganz sicher werde die Arbeit in der Gemeindevertretung nicht einfacher, denn es werde mehr Abstimmungsbedarf geben, da nur gemeinsam etwas bewegt werde könne.

Daran will die neue Wahlgruppe demIni sich beteiligen, stellte ihr Spitzenkandidat Dieter Olma fest. "Das Ergebnis ist super", sagte er. Ihr Ziel, dass sich Bürger in die Gemeinde einbringen können und vor allem mitten drin sind und immer Informationen aus erster Hand bekommen, hätten sie mit drei Sitzen aus dem Stand mehr als erreicht. Nun werde man die weiteren Gespräche abwarten.

Gibt es keinen 13. Sitz, dies wird im Zuge der Wahlprüfung geprüft, dann sieht die Kommunalwahlsatzung vor, dass maximal drei Wahlgänge bei der konstruierenden Gemeindevertretersitzung anstehen, erklärte Amtsdirektor Gunnar Bock. Kann in keinem der Wahlgänge, die anfangs mit absoluter Mehrheit, später mit einfacher Mehrheit gewonnen werden, kein Bürgermeister fest, entscheidet das Los.

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