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Baubeschluss gefasst : Pastorat wird wieder Amtssitz

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Kirchengemeinderat Kosel beschließt die Fortsetzung der Sanierung des alten Pastorates als künftiger Amtssitz der Gemeindepastorin. Kirchenkreis Rendsburg- Eckernförde stellt rund 141000 Euro bereit, Kirchenkreisgremien müssen noch zustimmen.

shz.de von
erstellt am 29.Aug.2013 | 06:00 Uhr

Nun geht es weiter. Die Ungewissheit um das alte Pastorat in Kosel ist beendet. Das gut 150 Jahre alte Gebäude unterhalb der St. Laurentius-Kirche soll wieder das offizielle Pastorat der Kirchengemeinde werden. Der Kirchengemeinderat hat Dienstagabend beschlossen, das Gebäude wieder als Amts- und Wohnsitz der Koseler Pastoren herzurichten, dafür wurde der Baubeschluss gefasst, berichtete Christiane Zimmermann-Stock, Vorsitzende des Rates auf Nachfrage der EZ. Der Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde hat 141 700 Euro für die Sanierung des Pastorats bereit gestellt. „Der Finanzausschuss und der Kirchenkreisrat müssen dem aber noch zustimmen“, betonte Inga Hehnen, Pressesprecherin des Kirchenkreises auf Nachfrage der EZ. Insgesamt hat der Kirchengemeinderat Kosel Kosten von gut 190 000 Euro kalkuliert.

Die grundsätzliche Zustimmung hatte Propst Sönke Funck bereits bei der Amtseinführung von Kosels neuer Pastorin Susanna Kschamer mitgeteilt (wir berichteten). „Die Freude bei uns war sehr groß. Mir ist ein großer Stein vom Herzen gefallen, dass die Ungewissheit vorbei ist“, sagte die Vorsitzende. Zunächst hatte es gehießen, dass man noch bis November warten müsse, so Zimmermann-Stock.

Nun werde man nach den Vorgaben der Kirchenverwaltung vorgehen und beabsichtige in einem ersten Schritt einen Architektenbetreuer zu beauftragen. In enger Zusammenarbeit mit der Bauabteilung der Kirchenkreisverwaltung werde man dann die weitere Sanierung des Obergeschosses des Gebäudes anpacken. Neu gemacht werden müssen die Küche und das Bad, die im Zuge der Schwammbeseitigung über offene Wände und Böden verfügen. Die weiteren Wohnräume benötigen die normalen Verschönerungsarbeiten an Wänden und Böden, wie sie üblich sind, so Zimmermann-Stock. In geringem Umfang werden dann auch Arbeiten in Eigenleistung erbracht, ansonsten werden Fachfirmen eingesetzt.

Die Kirchengemeinde und viele Ehrenamtliche hatten bereits mit sehr viel Eigeninitiative und finanziellen Zuschüssen des Fördervereins Kirchengemeinde Kosel im Untergeschoss des Gebäudes drei Räume und die Sanitärräume renoviert. Anfang Mai war das Kirchenbüro wieder eingezogen (wir berichteten). Hierfür hatte der Förderverein 8000 Euro beigesteuert. Weitere finanzielle Unterstützung hat der Verein schon für die jetzt noch benötigten restlichen rund 50 000 Euro angekündigt. Zimmermann-Stock sprach von rund 17 000 Euro. Dazu kann die Kirchengemeinde noch geringe Mittel aus der eigenen Rücklage beisteuern und man hoffe noch auf Spenden.

2011 war die Sanierung des Gebäudes nach der Entdeckung von Schwamm im Gebäude eingestellt worden. Der Pilz war dann auf Kosten der Kirchengemeinde durch Fachbetriebe beseitigt worden, was auch in Zertifikaten dokumentiert wurde, berichtete Zimmermann-Stock. Bereits 2009 war das Dach des Gebäudes für gut 80 000 Euro erneuert worden, weshalb der Kirchengemeinderat auch soviel Herzblut in den Erhalt des Gebäudes legte.

Nun habe man den Kopf wieder frei für neue Aufgaben, so müsse man sich die Kirchendächer anschauen. Handlungsbedarf gibt es auch für die Orgel in der Fleckebyer Kirche, wo Mitte September 50-jähriges Jubiläum gefeiert wird. Die Orgel benötige eine Grundreinigung mit Reparatur, da einige Töne ganz verloren wurden und andere sehr unschön zu hören seien, so die Kirchengemeinderatsvorsitzende. Die Kosten werden auf etwa 12 000 Euro geschätzt, die Hälfte fehlt noch.

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