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Wechsel in Schilksee : Pastor Meyer geht, Pastorin Roy kommt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Im Gottesdienst am Sonntag wurde Pastor Harry Meyer von Almut Witt verabschiedet. Dr. Lena-Katharina Roy tritt offiziell Meyers Nachfolge an.

Schilksee/Strande | Gut besucht war die Dietrich-Bonhoeffer-Kirche in Schilksee am Sonntag anlässlich eines ganz besonderen Gottesdienstes. Galt es doch Pastor Harry Meyer von seiner Arbeit in der Gemeinde in den bevorstehenden Ruhestand zu verabschieden und seine Nachfolgerin, Dr. Lena-Katharina Roy, offiziell willkommen zu heißen.

Seit 2008 hatte Meyer eine halbe Stelle als Pastor in Schilksee inne. Die andere Hälfte seiner Tätigkeit umfasste Arbeiten beim Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde, für den er unter anderem Vertretungen für andere Pastoren übernahm oder auch in der Notfallseelsorge, die ihm ein besonderes Anliegen ist, tätig war. Seine Ziele, die er sich 2008 gesteckt hatte – beispielsweise die weitere Öffnung der Kirche, um sie zu einem Ort der Begegnung zu machen – hat Harry Meyer, wie er sagte, alle erreicht. Auf die Frage, was das Schöne an Schilksee ist, nennt Harry Meyer an erster Stelle die „Premiumlage am Meer“ und die Tatsache, dass der Stadtteil von vielen Problemen anderer Stadtteile bislang nicht berührt ist. Eine große Rolle für die Arbeit als Pastor spielt laut Meyer auch, dass Schilksee vom Alter der Bewohner her Kiels „ältester“ Stadtteil ist. „Das Durchschnittsalter liegt hier bei fast 60 Jahren“, so der Seelsorger.

Auch wenn Harry Meyer erst am 1. Juli endgültig in den Ruhestand geht, endete seine Gemeindearbeit in Schilksee mit dem Gottesdienst am Sonntag, der ganz unter dem Zeichen des „Guten Hirten“ aus dem Johannes-Evangelium stand. In seiner Predigt erinnerte Meyer auch an Dietrich Bonhoeffer, den Namensgeber der Kirche, der am 9. April 1945, fast auf den Tag genau vor 71 Jahren, im Konzentrationslager Flossenbürg von den Nazis hingerichtet wurde. Pastorin Almut Witt aus Barkelsby, die in Vertretung des erkrankten Propstes Sönke Funck die Verabschiedung Meyers vornahm, wies noch einmal auf die unterschiedlichen Stationen hin, in denen Harry Meyer während seiner Dienstzeit tätig war und betonte, dass der Spagat zwischen Gemeindearbeit und Arbeit für den Kirchenkreis sicher nicht immer leicht war.

Und was macht ein Pastor, wenn er, nachdem er bis Ende Juni noch für den Kirchenkreis tätig war und der Resturlaub abgegolten ist, endgültig im Ruhestand ist? „Zunächst mal eine Auszeit nehmen und zur Ruhe kommen“, so Meyer. Natürlich stehen auch, wie wohl bei jedem Ruheständler, Reisen auf der Agenda. Und dann stehen auch noch ehrenamtliche Tätigkeiten auf dem Programm. Neben Vertretungen für andere Pastoren oder auch weiterem Engagement in der Notfallseelsorge gibt es, so Meyer, im Bereich des Ehrenamtes unzählige Möglichkeiten. Auch verschiedene kurzzeitige Projekte, wie die Urlauberseelsorge an verschiedenen Orten, hat Meyer bereits im Hinterkopf. „Da ich noch keine Enkelkinder habe, brauche ich mich um die nicht kümmern – noch nicht“, fügt er schmunzelnd hinzu.

Auch Meyers Nachfolgerin Dr. Lena-Katharina Roy wagt den Spagat mit zwei 50 Prozent-Stellen. Nach ihrer Zeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Kieler Uni ist sie seit Oktober vergangenen Jahres als theologische Referentin beim Kirchenkreis tätig, Seit dem 1. März dieses Jahres ist sie zusätzlich als Pastorin in Schilksee, was auch so bleiben soll. Zuständig sein wird sie in der Gemeinde für den Bereich südlich des Funkstellenwegs, den nördlichen Bereich betreut weiterhin Pastor Peter Scharfenberg. Zudem übernimmt Roy Aufgaben im Bereich der Kita und betreut eine Konfirmandengruppe.

Nach dem Gottesdienst, der musikalisch vom Dietrich-Bonhoeffer-Chor, dem Instrumentalkreis Schilksee, dem Almuth-Witthandt-Chor und Mitgliedern der Posaunenchöre Schilksee und Dänischenhagen begleitet wurde, lud der Kirchengemeinderat zu einem Empfang im Gemeindesaal, wo die Besucher sich auch persönlich von Harry Meyer verabschieden und Lena-Katharina Roy willkommen heißen konnten.

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