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E-Mobilität : Pastor im E-Mobil auf Gemeindefahrt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Kirchengemeinde Karby erwägt Photovoltaik aufs Kirchendach zu bauen

Karby | Leise und sauber, so kommt Pastor Martin Krumbeck nun zu den Gemeindemitgliedern. Der Gemeindepastor für Karby, Brodersby, Dörphof und Winnemark ist auf ein stromangetriebenes Fahrzeug, einen Renault Zoe, umgestiegen. Für Krumbeck (60) ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen. Schon lange achtete der Pastor darauf, längere Reisen und Fahrten mit der Bahn zu unternehmen, um so den Ausstoß von Kohlendioxid zu reduzieren. In seiner Flächengemeinde war ihm ein Umstieg vom vorherigen Fahrzeug mit Verbrennungsmotor auf ein ökologischeres Fortbewegungsmittel aber bislang nicht gelungen. Er joggt zwar leidenschaftlich, wie er berichtet, aber eine wirkliche Alternative sei das in seinem Job nicht. Rund 9000 Kilometer ist er im Jahr für die Kirchengemeinde unterwegs.

Im Vorjahre hatte er die Möglichkeit, ein E-Auto eine Woche lang zu testen. Krumbeck war überzeugt und begeistert zugleich. Damals betrug die reale Reichweite aber nur etwa 180 Kilometer. Er habe seiner Frau gesagt, wenn die Reichweite auf 250 Kilometer ansteige, dann wolle er umsteigen. In diesem Jahr wurden 300 Kilometer erreicht, so Krumbeck. Der Altwagen hätte noch zwei Jahre laufen können, aber „die Entscheidung ist bewusst für das E–Auto gefallen“, stellt er fest.

Inzwischen hat Tobias Lehmann von Renault Auto-Lüdtke dem Kirchenmann einen Zoe ausgeliefert. „Das Fahrzeug fährt ausschließlich mit Strom, ist kein Hybrid-Fahrzeug“, erklärt Lehmann. Den kann der Pastor nun kinderleicht in der eigenen Garage tanken. Petersen Haustechnik Kappeln installierte eine Ladestation, über die der Wagen mit einem Stromstecker Typ II geladen wird, erklärt Sebastian Haupt. „Drei Stunden laden und ich habe gut 300 Kilometer in der Batterie“, berichtet Krumbeck stolz. Damit die Kirchengemeinde noch nachhaltiger wirtschaftet und auf ihre Treibhausgase achtet, hat Krumbeck bereits darüber nachgedacht, ob nicht auf dem Dach der Karbyer Kirche eine Photovoltaik-Anlage installiert werden könnte. „Das Dach wird bei der anstehenden Kirchensanierung neu gemacht, da könnte das integriert werden“, stellt der Pastor fest. Angst, dass er mit dem Wagen auf dem Weg zu den Gemeindegliedern liegen bleibt, hat Krumbeck nicht. Für den Tagesbedarf reiche die Batterie völlig aus. Sollte die Leistung des Akkus sinken, regelt der Wagen automatisch die Geschwindigkeit ab, um die Reichweite zu erhöhen, erklärt Lehmann. Abgesehen davon wird das Netz an Stromtanksäulen kontinuierlich ausgebaut, was die Mobilität erhöht, ergänzt Sebastian Haupt.

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erstellt am 29.Jun.2017 | 06:32 Uhr

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