Abistreich : Partystimmung auf dem Sportplatz

Bierpong: Die Lehrer mussten mit Pingpong-Bällen in mit Malzbier gefüllte Pappbecher werfen.
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Bierpong: Die Lehrer mussten mit Pingpong-Bällen in mit Malzbier gefüllte Pappbecher werfen.

100 Abiturienten der Jungmannschule feiern ausgelassen mit Partyspielen und ihren Lehrern.

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27. Juni 2018, 06:40 Uhr

Eckernförde | Lehrer sind auch nur Menschen – das haben die Spiele beim Abi-Streich der Jungmannschule mal wieder gezeigt. Gestern haben rund 100 Abiturienten das Ende ihrer Schulzeit gefeiert. Dazu hatten sie die Schüler aller Jahrgangsstufen am Vormittag aus dem Unterricht geholt und auf dem Sportplatz versammelt. Dort konnten sie dabei zusehen, wie sich einige Lehrer den Aufgaben stellten, die sich die Abiturienten für sie ausgedacht hatten.

Angelehnt an den Partyfilm „Project X“ stand der Abi-Streich unter dem Motto „Project Abi“. Die Schüler hatten drei Spiele für die Lehrer vorbereitet, die auf Partys gespielt werden, zum Beispiel „Bierpong“. Bei ihm müssen die Teilnehmer versuchen, gegenseitig mit Tischtennisbällen in ihre mit – in diesem Falle Malzbier – gefüllten Pappbecher zu werfen. Trifft einer der Teilnehmer, muss ein Mitglied der gegnerischen Mannschaft den Becher in einem Zug leeren. Beim zweiten Spiel mussten die Lehrer einen Slalom-Parcours durchlaufen, während sie eine Brille trugen, die die Sicht eines Menschen mit 1,1 Promille Alkohol simuliert.

Den größten Spaß aber hatten Schüler und Lehrer bei dem Spiel „Ich habe noch nie...“ Dabei trafen die Schüler Aussagen darüber, was die Lehrer vermutlich noch nie gemacht haben. Diese mussten sitzen bleiben, wenn die Aussage zutraf, und aufstehen, wenn sie nicht zutraf. Beispiel: „Ich habe noch nie ein Klassenheft verloren.“ Großes Gelächter, als ein Lehrer mit gesenktem Kopf aufstand. Noch größeres Gelächter, als sich alle Lehrer unisono bei der Aussage „Ich habe noch nie nackt unter freiem Himmel gebadet“ erhoben. Ebenfalls alle Lehrer standen auf, als es hieß: „Ich habe noch nie über einen Berufswechsel nachgedacht.“

Die Lehrer blieben dabei ehrlich: Jetzt wissen die Schüler auch, dass der eine oder andere Lehrer schon mal geschwänzt, sich geprügelt oder mit einem Kater zum Unterricht erschienen ist. Alle haben in ihrer eigenen Schulzeit schon mal bei einer Klassenarbeit gespickt, aber nicht alle haben schon einmal gestohlen. Worin sich allerdings alle einig waren: Niemand hat jemals einen Schüler bewusst bevorzugt.

Nach den Lehrerspielen ging es für die Schüler der unteren Klassen auf eine Schnitzeljagd und für die Abiturienten – nach dem Aufräumen – in einem Umzug zum Rathaus.

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