Partnerschaft auf Augenhöhe

Monika Herdan (r.) bewirbt sich um die Nachfolge der CDU-Landtagsabegeordneten Sylvia Eisenberg und stellte sich auch den Fragen der Schulausschussvorsitzenden Heide König.
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Monika Herdan (r.) bewirbt sich um die Nachfolge der CDU-Landtagsabegeordneten Sylvia Eisenberg und stellte sich auch den Fragen der Schulausschussvorsitzenden Heide König.

Die Oberbürgermeisterwahl am 15. März in Kiel, die Bundestagswahl am 27. September und die Landtagswahl 2010 warfen beim Neujahrsempfang der CDU ihre Schatten voraus.

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19. Januar 2009, 09:17 Uhr

Altenholz | Im Zeichen bevorstehender Wahlen stand gestern der traditionelle Neujahrsempfang der CDU im Gemeindezentrum, zu dem der Ortsvorsitzende Klaus Reese rund 170 Gäste aus Altenholz und dem Umland begrüßen konnte. Darunter nicht nur Tim Albrecht, Bernd Carstensen und Marion Herdan, die sich alle um die Nachfolge der CDU-Landtagsabgeordneten Sylvia Eisenberg bewerben, sondern auch Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz, die sich am 15. März zur Wiederwahl stellt, sowie Michaela Pries, die die Kieler CDU für die Bundestagswahl im September ins Rennen geschickt hat.

Für Volquartz war es fast ein Heimspiel - nicht nur, weil sie schon mehrfach die Ansprache zum Neujahrsempfang der Altenholzer CDU gehalten hat. Vielmehr, weil die Landeshauptstadt eine enge Zusammenarbeit mit den Umlandgemeinden Altenholz und Dänischenhagen pflegt. "Wir treffen uns regelmäßig, um sehr schnell scheinbare Probleme lösen zu können", verriet Volquartz und betonte, dass es eine Partnerschaft auf Augenhöhe sei. Nach noch jungen Projekten wie der gemeinsamen Zulassungsstelle seien weitere möglich wie etwa beim Bürgerbüro, beim Bauhof oder auch in Fragen der Straßenreinigung.

Mit mehr als 550 Neubürgern im vergangenen Jahr sei Kiel eine wachsende Stadt. Und das sei nicht nur gut für sie selbst, sondern auch für die Region, sagte Volquartz. Der Arbeitslosenstand von November/Dezember sei der niedrigste der kreisfreien Städte im Land, was sicher auch auf die seit 2004 neu angesiedelten 4000 Unternehmen zurückzuführen sei. Mit Blick auf die Finanzkrise erklärte sie, dass darunter viele mittelständische Betriebe seien und "Kiel nicht so in den großen Sog der Global Player hineinkommt". Caterpillar baue aus, die Vossloh Locomotives GmbH verzeichne eine Erfolgsstory. "Im Moment sieht es gut aus", fasste Volquartz zusammen. "Die wirtschaftlichen Probleme machen vor den Stadtgrenzen nicht Halt", fügte Kreispräsident Lutz Clefsen hinzu. "Gemeinsam müssen wir dafür sorgen, dass wir für sie gewappnet sind, und das tun wir mit einer neuen Wirtschaftsförderungsgesellschaft", so Clefsen.

Michaela Pries hob die Rolle der Politik in diesen Zeiten hervor. Es gelte, eine gute Politik zu machen, die sich auszeichne durch einen klaren Rahmen und Verlässlichkeit, um das Vertrauen der Bürger in die Politik und die Menschen, die sie machen, zurückzugewinnen.

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