Kampf gegen Parkplatznot : Parkplätze auf der Brachfläche?

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Der Eckernförder FDP-Vorsitzende Bernd Hadewig hat die Nutzung der Brachfläche „Nooröffnung“ als Behelfsparkraum vorgeschlagen. Damit soll die angespannte Parkplatzsituation entschärft werden.

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18. Januar 2018, 06:50 Uhr

Eckernförde | Nach dem Wegfall der kostenfreien Parkplätze auf dem Aldi-Parkdeck hat der FDP-Ortsvorsitzende Bernd Hadewig vorgeschlagen, die Fläche des ehemaligen Markant-Geländes übergangsweise für Behelfsparkplätze nutzbar zu machen. „Mit einer Planierraupe lässt sich unkonventionell und kostengünstig die entsprechende Fläche bedarfsgerecht herrichten“, so Hadewig.

„Wenn der akute und offenkundige Parkplatzmangel in Eckernförde behoben werden soll, dann müssen wir in der Kommunalpolitik mit Hochdruck pragmatische Übergangslösungen suchen“, erklärte Hadewig in einer Pressemitteilung. Auf der Grundlage des demnächst vorliegenden Parkraum-Gutachtens für das Stadtgebiet müsse „zügig, engagiert und dialogorientiert an einem bedarfsgerechten und zukunftsträchtigen Parkraumkonzept“ gearbeitet werden. Es könne nicht sein, dass die Umsetzung wieder auf die lange Bank geschoben werde. Hadewig nannte als Beispiel, dass das 2014 vom Wirtschaftsausschuss der Stadt beschlossene Parkraumkonzept von der Ratsversammlung nicht weiter verfolgt worden sei.

Während in manchem vergleichbaren Ort die Innenstadt veröde, habe sich die Altstadt Eckernfördes mit ihrem Einkaufs-, Hafen- und Strandbereich zu einem Zentrum wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Aktivitäten entwickelt. Die vielen Einzelhändler könnten sich weiterhin bemühen, auf Attraktivität und gute Beratung der Kunden zu setzen. „Das beste Laden- und Marketingkonzept nützt wenig, wenn die Stadtverwaltung und die Ratsversammlung sich in der Parkplatzfrage selbst lähmen“, erklärte Hadewig, der selbst einen Spielzeugladen in der Frau-Clara-Straße betreibt. Bedarfsgerechte und zukunftsorientierte Lösungen könne es nur im Verbund mit der Kommunalpolitik geben. Der Vorstand des Eckernförder Wirtschaftskreises habe wiederholt mit detaillierten Erhebungen auf den Parkraumverlust hingewiesen und die Stadtverwaltung sowie die Ratsversammlung zur Verbesserung der misslichen Situation aufgefordert, so Hadewig. Die mittlerweile alarmierenden Wortmeldungen aus dem Einzelhandel, seitens der Ärzteschaft und vom Altstadtverein würden den dringenden Handlungsbedarf in dieser Angelegenheit aufzeigen.

Da die kostenfreien Parkplätze auf dem Aldi-Parkdeck entfallen sind, schlägt Hadewig vor, die Fläche des ehemaligen Markant-Geländes übergangsweise als Parkraum nutzbar zu machen. In diesem Bereich sei noch mit weiteren Verlusten an Parkraum zu rechnen. Die bisherigen Parkplätze direkt vor dem Aldi-Gebäude würden demnächst entfallen, und im Rahmen der Noorplanung würden weitere 59 Parkplätze am Steindamm ersatzlos aufgelöst. Ob die am Schulweg wegfallenden kostenfreien Parkplätze in ausreichendem Maße ersetzt würden, sei sehr fraglich. Bei der zukünftigen Bebauung zwischen Bahnhof und Schulweg werde auf einen Investor gewartet, der mit beträchtlichen Finanzmitteln dort die Probleme der Stadtplanung wie zum Beispiel die Ansiedlung eines Kinos lösen solle. Die Schaffung öffentlicher Parkplätze gehöre bisher wohl nicht zu seinem Investitionsprojekt.

Hadewig bekräftigte seine Forderung, die berechtigten Belange der heimischen Wirtschaft, des Einzelhandels und der Ärzteschaft in der Kommunalpolitik ernst zu nehmen.

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