zur Navigation springen
Eckernförder Zeitung

20. Oktober 2017 | 00:24 Uhr

Park-Potenzial und die drei „I“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

von
erstellt am 11.Jan.2014 | 00:31 Uhr

Alles gut, das Projekt Bürgerpark ist auf dem Weg von der privaten in die öffentliche Hand. Dr. Reinhard Jentzsch, Ratsmitglied des Bürger-Forums, hat Wort gehalten und den Kaufvertrag mit dem Verkäufer, Investor Udo Wagner, rückabgewickelt. Wie versprochen.

Alles gut? Das wird sich zeigen, wenn die Stadt den knapp 4000 Quadratmeter großen, hafennahen Bürgerpark zum gleichen Schnäppchenpreis von 3000 Euro vom Tetenhusener Bauunternehmer bekommt. Der Unterschrift müssen Taten folgen. Und der Bürgerpark wird zum Kostenfaktor: Er bedarf der Hege und Pflege, der Weg muss ausgebessert werden, Pflanzen sind zu setzen, das „Mobiliar“ vom Papierkorb über Sitzbänke oder -ecken bis hin zum angedachten Pavillion muss erneuert beziehungsweise neu errichtet werden, auch die Parkbeleuchtung verträgt eine Auffrischung. Wie es mit der Errichtung von Zäunen und Toren aussieht, steht auf einem anderen Blatt. Will man das wirklich, was meinen die Bürger?

Es gibt sicher jede Menge guter Anregungen von fachkundigen Stadtgärtnern, Landschaftsgestaltern und kundigen Bürgern für die Gestaltung des Bürgerparks. Die Stadt hat es in der Hand, das vernachlässigte Grundstück aufzuwerten und aus dem von den Borbyern stark frequentierten Bürgerpark ein Schmuckstück zu machen.

Das gerade eingeläutete neue Jahr verspricht Eckernförde spürbar voranzubringen. Dafür gibt es handfeste Gründe. Da ist die neue Hafenspitze, die schon jetzt im Rohbau einen vielversprechenden Eindruck macht, da ist der Bahnhof, aus dem ein neues Kinozentrum mit flankierenden Geschäften werden soll, da ist die Nooröffnung, die schon ab diesem Jahr neue Akzente setzen soll, da ist die Alte Fischräucherei, in der der Schornstein dieses Jahr regelmäßig rauchen soll und da ist die B 76, auf der ab Jahresende der Durchgangsverkehr vierspurig an der Stadt vorbeirauschen soll – hoffentlich ohne nachteilige Auswirkungen auf den innerstädtischen Handel. All diese Vorhaben zeigen, wie viel Potenzial das kleine Ostseebad im Gegensatz zu so manch anderer Stadt noch zu bieten hat und dass die Weichen für eine gute Stadtentwicklung gestellt sind.

Sicher gibt es an Allem und Jedem auch etwas zu kritisieren, es gibt auch Defizite und weitere Herausforderungen etwa im Bereich der Ansiedlung von neuen, gerne auch größeren Betrieben, dem Erhalt von Arbeitsplätzen, dem Bau und der Gestaltung von Wohnhäusern oder dem Erhalt der verbliebenen historischen Bausubstanz. Diese Themen sind bekannt und müssen auch künftig beachtet werden.

Gelingt die Balance zwischen Innovation, Investition und Identifikation, ist es um Eckernförde gut bestellt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen