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Visionen : Packschies’ Ideen für Eckernförde 2030

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Abteilungsleiter für Naturschutz und Landschaftsplanung Michael Packschies hat in einem Vortrag erstmals seine Visionen für die Zukunft vorgestellt.

shz.de von
erstellt am 16.Apr.2016 | 06:35 Uhr

Eckernförde | Wenn auch die Diskussion über die Gestaltung der Innenstadt schon seit Jahren läuft – seinen Vortrag „Eckernförde im Jahr 2030 – ein landschaftsplanerischer Zukunftsblick“ hat der städtische Abteilungsleiter für Naturschutz und Landschaftsplanung, Michael Packschies, am Donnerstag zum ersten Mal gehalten. Vor 25 Mitgliedern der Senioren-Union sprach er im Ratskeller über seine Ideen und Visionen.

Mit einer guten Nachricht begann der Vortrag: In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Stadt stets nach den landschaftsplanerischen Vorgaben gerichtet. Schon im Jahr 1984 hat die damalige Umwelterhebung ergeben, dass die Stadtentwicklung in Richtung Süden vorangetrieben werden müsse, da die Flächen im Norden eine höhere Bedeutung für den Naturschutz haben. „Das ist alles Wirklichkeit geworden“, so Packschies. Ob Gewerbegebiet Marienthal oder die Wohngebiete Domsland und Schiefkoppel – sie sind im Süden der Stadt entstanden. „Eine leichte Abweichung hat es im Bereich des neuen Gewerbegebietes Nord gegeben. Dort war ursprünglich die Anlage eines Waldes geplant, der nun weiter nördlich entstehen soll.“ Seiner Einschätzung nach ist es „außergewöhnlich“, dass ein Landschaftsplan so konsequent umgesetzt wird.

Als einziges größeres Baugebiet könne noch eine Fläche neben der Schiefkoppel ausgewiesen werden. Die Stadt könne sich sonst noch entlang der B 203 Richtung Goosefeld ausdehnen. Und auch die Fläche „Rothmoorkoppel“ zwischen Schulzentrum und Gut Marienthal könne noch bebaut werden.

In seinen Ideen für die Zukunft hat Michael Packschies die „Eckernförder Knickwiese“ entwickelt: Untersuchungen haben ergeben, dass die Stellen, an denen Knicks aufeinandertreffen, ökologisch wertvoller sind als gerade verlaufende Knicks. Deshalb hat er schon einen Knick im Zickzack anlegen lassen und denkt über gestaffelte Anlagen nach, zwischen denen Wiesen für die Heuproduktion abgemäht werden können.

Schon bei der Umwelterhebung hat er sich für eine offene Verbindung zwischen Noor und Hafen – eine Nooröffnung – ausgesprochen. Viel zu schnell versüße das Noor durch den Eintrag von Quellwasser. Dazu müssten aber auch die Stemmtore am Steindamm leichtläufiger werden.

In einer Vision für die Nooröffnung hatte Packschies direkt an der Wasserkante öffentliche Parkplätze vorgesehen. „Allerdings hatte ich nicht daran gedacht, dass ja auch Geld für die Nooröffnung generiert werden muss.“ Das Siemsen-Betonwerk hatte er kurzerhand ausquartiert, um dort ein Mischgebiet aus Gewerbe und Wohnen anzusiedeln. Sogar mit der Verlegung des Bahnhofs an die Nooröffnung beschäftigte sich ein Gedankenspiel. Seine Ideen zur Gestaltung der Hafenspitze haben sich mittlerweile überholt: Er hatte überlegt, ein neues Hafenbecken zu schaffen, wo jetzt das Apartmenthaus steht.

Seine Prognose für die Zukunft: „Alle Kastanien sterben weg.“ Und: „Wir müssen Eckernförde als Ökoförde mit all seinen Besonderheiten erhalten.“

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