Neujahrsempfang beim SCE : Paasch kündigt Rückzug an

Heinz Paasch wird nach nur einem Jahr an der Spitze nicht wieder als Vorsitzender kandidieren. Gründe dafür nannte er nicht.
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Heinz Paasch wird nach nur einem Jahr an der Spitze nicht wieder als Vorsitzender kandidieren. Gründe dafür nannte er nicht.

Vorsitzender will nicht erneut kandidieren

shz.de von
05. Januar 2015, 06:12 Uhr

Es ist der Segelsport, der die Mitglieder des Segelclubs verbindet und so trotz strahlenden Sonnenscheins das Clubheim anlässlich des gestrigen Neujahrsempfangs gut füllte. „Klaren Frontenverlauf“ wünschte Vorsitzender Heinz Paasch den Anwesenden sowohl in seglerischer als auch in privater Hinsicht. In seinem Rückblick erinnerte er an sportliche Großveranstaltungen wie die Aalregatta und „Eichhörnchen“, die im Veranstaltungskalender zwar Selbstgänger seien, diese jedoch ohne den Einsatz meist der Clubmitglieder nicht möglich wären. Weiterhin war der SCE Ausrichter zweier deutschen Meisterschaften, die sowohl in der 29er Klasse als auch bei den Folkebooten von Clubmitgliedern organisiert wurden. Anhand der vier Großveranstaltungen sah der Vorsitzende, dass der SCE die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit eigentlich schon überschritten hat. „Viel und hart ist im Vorstand gearbeitet worden“, so Paasch, etliche Dinge, die seit Jahren auf Halde lagen, wurden auf den Weg gebracht. Verwaltung und Führung des Clubs müssten reformiert werden und wirtschaftliches Denken einsetzen, denn letztendlich entfielen inzwischen ein Großteil der Vorstands- und Verwaltungsarbeit in den Dienstleistungsbereich, der in anderen Vereinen kommerziell erledigt werde.

Erfreulich ist der Zuwachs an Mitgliedern. So zählt der Verein rund 720 Mitglieder, auch sind alle 321 Liegeplätze vergeben. „Intakte Infrastruktur ist die Voraussetzung für die Ausübung unseres Sports“, betonte Paasch und hob damit auf die im Jahr anstehenden Infrastrukturmaßnahmen an. So sei die seit Jahren permanent absackende Versorgungspier dringend zu erneuern, aber ebenso seien ein Mehrzweckgebäude für die sanitären Anlagen, die DGzRS und die Jugendabteilung in Planung sowie diverse größere Instandsetzungsprojekte. Vorhandene Kritiker an bisherigen Planungsergebnissen forderte Paasch auf, sich konstruktiv unter Zurückstellung persönlicher Interessen zu beteiligen.

Ohne näher auf Gründe einzugehen, gab Paasch bekannt, dass er sich nach einjähriger Amtszeit aus dem Vorstand zur kommenden Generalversammlung zurückziehen werde, ebenso sei der Posten des Takelmeisters neu zu besetzen. „Das ist keine Situation, die nicht schon einmal da war“, stellte im Anschluss Pressewart Ehrhard Rost klar, der die Geschicke des Vereins beim zweiten Vorsitzenden Jupp Bolthausen in guten Händen liegen sieht. Einen potenzieller Nachfolger für den Vorsitz gibt es jedenfalls noch nicht. „Auch müssen die restlichen Mitglieder dazu erst informiert werden“, so Rost.

„Ich sehe diese Entscheidung ganz emotionslos“, sagte ein langjähriges Clubmitglied. Schade sei, dass durch diesen kurzfristigen Wechsel der Club viel Zeit und Kontinuität verliere. 

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