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Owschlager Bundesliga-Abenteuer endete mit zwei Niederlagen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

shz.de von
erstellt am 30.Sep.2013 | 06:00 Uhr

Für die weibliche Handball-Jugend A des TSV Owschlag war es die Höchststrafe. „Dann lieber zweimal ordentlich einen auf die Mütze bekommen und anerkennen, dass der Gegner stärker ist, als zweimal so zu verlieren“, lautet das Fazit von Owschlags Trainer Jens Meves nach dem ersten Bundesliga-Spieltag, der für die Owschlagerinnen denkbar unglücklich verlief. Am Ende standen jeweils eine Niederlage mit einem Tor gegen den TV Oyten (29:30) und die JSG Halle/Barleben/Magdeburg (26:27) zu Buche.


TSV Owschlag – TV Oyten        29:30 (11:14)
Auch wenn es am Ende nicht reichte und es eine unglückliche Niederlage gab, so ist Owschlags Trainer Jens Meves dennoch hoch zufrieden. „Das war eines der besten A-Jugend Handballspiele die ich in meiner über 25-jährigen Trainerzeit miterleben durfte. Hammer! Ich bin stolz auf die Leistung meiner Mädels!“

60 Minuten lang hatten sich beide Teams einen knallharten, temporeichen Schlagabtausch geliefert. „Wir haben nicht früh genug die erforderliche Aggressivität in der Abwehr entwickelt und sind auch nicht vorne aggressiv genug in die Zweikämpfe gegangen“, berichtet der Owschlager Coach. Mitte der ersten Halbzeit sah es so aus, als würde es gegen die robusten Oyterinnen eine herbe Niederlage geben. Der Gegner hatte sich auf 13:7 (26.) abgesetzt. Doch Owschlag besann sich seiner Kampfkraft. Zur Pause sah es beim 11:14 wieder freundlicher aus. „Der Rückstand zur Pause resultierte aus zu vielen ausgelassenen Chancen“, sagt der Coach, der sein Team für die zweite Halbzeit neu einstellte.

Die Owschlagerinnen kämpften sich beim 16:16 (38.) heran, mussten aber den TV Oyten noch einmal auf 24:27 (53.) ziehen lassen. „Wir haben in der Schlussphase noch einmal den Turbo gezündet“, konnte Meves nach dem 28:28 (57.) wieder hoffen. Oyten legte erneut das 29:28 vor, doch Sina Stachowski glich erneut aus. Dem Oytener Siegtreffer ging dann eine strittige Entscheidung der unsicheren Unparteiischen voraus. Diese hatten Jill Sievert mit einer Zwei-Minuten-Strafe belegt. „In Unterzahl war das Unentschieden gegen diesen Gegner nicht über die Zeit zu retten“, sagt Meves. So kam es zum Leidwesen vom TSV-Trainer zum 30:29 für Oyten.

TSV Owschlag: Brudniok, Weiß – Behrend (5), Steffek (11/3), Meenke (1), Stachowski (5), Sievert (7), Kubat, Brandt, Anderson, Clausen, Delfs.


TSV Owschlag – JSG Halle/BM   26:27 (12:11)
Letztlich ist es die Summe der Kleinigkeiten, die nach 60 Minuten ein Spiel entscheiden. Das musste auch der TSV Owschlag anerkennen. „Wir haben es nicht geschafft, die richtige Balance zwischen individuellem und mannschaftlichem Spiel zu finden“, fasst es Trainer Jens Meves zusammen. Dabei sah es anfänglich für die Owschlagerinnen noch sehr gut aus. Nach dem 4:4 (11.) konnten sich die Owschlagerinnen auf 11:6 absetzen. „In dieser Phase haben wir souverän in der Abwehr gespielt“, berichtet der Owschlager Coach, für den es dann völlig unverständlich war, weshalb seine Mannschaft plötzlich völlig aus dem Rhythmus kam und den Gegner stark machte. Der kämpfte sich zur Pause auf 11:12 heran, schaffte es nach dem Wechsel beim 19:19 auszugleichen und sogar mit 24:21 (50.) in Führung zu gehen. Der TSV Owschlag kämpfte verbissen, kam aber einfach nicht heran. Zwei Minuten vor dem Ende beim 24:26 ging Owschlag zur offenen Manndeckung über – und wurde belohnt. Beim 26:26 war alles wieder offen. Das Meves-Team erkämpfte sich sogar noch einmal den Ball, verlor ihn aber wieder und musste im Gegenzug unmittelbar vor dem Abpfiff das 26:27 hinnehmen.

TSV Owschlag: Brudniok, Weiß – Behrend (5), Steffek (6/1), Meenke (1), Stachowski (1), Sievert (7/2), Kubat, Brandt (2), Anderson, Clausen, Delfs (4).


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