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3. Handball-Liga : Owschlager Abwehr in Oschatz nicht in Form

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

shz.de von
erstellt am 07.Okt.2013 | 06:00 Uhr

Die Bäume wachsen für den TSV Owschlag nicht in den Himmel. Am Sonnabend kassierten die Handball-Frauen nach drei Auftaktsiegen hintereinander ihre erste Saisonniederlage in der 3. Liga Ost. In Sachsen beim bislang sieglosen SHV Oschatz unterlagen die Schleswig-Holsteinerinnen völlig verdient mit 26:33 (13:18). „Wir waren mental nicht auf der Höhe, haben zu kopflos agiert. An diesem Spiel kann man gut sehen, wie wertvoll die sechs Punkte sind, die wir schon geholt haben“, analysiert TSV-Trainer Rainer Peetz.

Den Owschlagerinnen war anzumerken, dass ihnen eine lange Busfahrt in den Knochen steckte. Um 7 Uhr morgens stieg die Truppe in Owschlag in den Bus, achteinhalb Stunden später stieg sie vor der Oschatzer Rosentalhalle aus. In der vergangenen Saison fuhr der TSV noch einen Tag vor dem Anpfiff nach Oschatz und holte ein Unentschieden. „Jetzt kann man diskutieren, ob wir wieder einen Tag vorher hätten losfahren können. Aber wir haben uns anders entschieden. Ob es wirklich sinnvoll gewesen wäre, Freitagabend um Mitternacht in Oschatz anzukommen, ist fraglich“, so Peetz.

Der Coach musste mitansehen, wie seine Mannschaft vor allem in der Defensive keinen Zugriff auf das Spiel bekam. Zwei Tage zuvor beim Sieg über Salzland war die Hintermannschaft noch das Prunkstück im Owschlager Spiel. „Abwehr und Torwart haben diesmal nicht stattgefunden“, kritisiert Peetz. Nur bis zur 10:8-Führung in der 20. Minute konnte der TSV mithalten. Rückraum-Schützin Franziska Peters hatte mit fünf Toren in der Anfangsphase maßgeblichen Anteil daran. Erst als die Gastgeberinnen auf die Idee kamen, Peters jemanden auf die Füße zu stellen, klappte bei den Gästen nicht mehr viel. Peetz: „Wir haben zu viele Einladungen in der Abwehr ausgesprochen. Die Dinge, die wir uns vorgenommen hatten, konnten wir nicht umsetzen.“

Drei Oschatzerinnen führten den TSV vor: Doreen Wiersma (9 Tore), Josephine Hessel (8) und Carmen Schneider (8) setzten den Gästen zu. „Diese drei Akteure waren überragend“, räumt Peetz ein. Owschlag bäumte sich beim 17:20 (35.) ein letztes Mal auf. Danach war es vorbei mit der Herrlichkeit. Obwohl Oschatz nur mit acht Feldspielerinnen antrat, hatte das Heimteam die größeren Kraftreserven. Die eingewechselte Torhüterin Johanna Wichelmann verhinderte in den letzten Minuten eine höhere Niederlage.

TSV Owschlag: Fasold, Wichelmann – Ewert (4), Stolley (5/2), Peters (8/2), Trceziok, Zadow (3), Küppers, Sievert (3), Jensen, Behrend (2), Rohwer, Steffek (1), Wollborn.


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