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3. Handball-Liga : Owschlag: Post wegen Schiri-Kritik

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

von
erstellt am 14.Dez.2013 | 06:00 Uhr

Das Spiel wird Nachwehen haben, schrieb die Eckernförder Zeitung nach der Partie des TSV Owschlag gegen den TSV Travemünde in der 3. Handball-Liga Ost der Frauen. Die Owschlagerinnen hatten Protest gegen die Wertung des Spiels eingelegt, da die Travemünder Junioren-Nationalspielerin Franziska Haupt mit einer Hand-Schiene auflief. „Ich denke nicht, dass das erlaubt ist, da eine solche Schiene sehr verletzungsträchtig ist“, sagte Owschlags Trainer Rainer Peetz. In Travemünde nehmen sie den Protest gelassen zur Kenntnis. Trainer Thomas Kruse erklärt: „Wir haben aber nichts protestwürdiges gesehen und warten ab.“ Er weist darauf hin, dass es eine weiche Gummischiene war, die von den Schiedsrichtern auch vor dem Spiel begutachtet und für ungefährlich erachtet wurde. Kruse, der zeitweise in der direkten Owschlager Nachbarschaft in Brekendorf aufwuchs, stellt klar: „Wir akzeptieren jede Entscheidung.“ Er fügt aber auch hinzu: „Aus unserer Sicht ist der Protest ein bisschen an den Haaren herbeigezogen.“

Dass ausgerechnet die Junioren-Nationalspielerin mit einer unerlaubten Schiene spielt, scheint zumindest fragwürdig. Jedoch ist dieser Protest auch nur der Höhepunkt einer Reihe von Entscheidungen, bei denen sich der TSV Owschlag ungerecht behandelt fühlte. In fast jedem Spiel kritisiert Trainer Peetz die Schiedsrichter. Das blieb auch dem Schiedsrichter-Ausschuss der 3. Liga nicht verborgen. Jeder Verein ist verpflichtet nach einem Spiel eine Schiedsrichterbewertung abzugeben. Diese wird in einer Punkteskala von 0 bis 100 vergeben. „In diesem Jahr haben wir im Schnitt bisher die beste Bewertung der Schiedsrichter, seit das Punktesystem vor vier Jahren eingeführt wurde“, erklärt Schiedsrichterwart Wolfgang Jamelle. Da die Owschlager Bewertung aber so krass unter denen der anderen Vereine liegt, flatterte dem TSVO jetzt Post ins Haus. Inhalt des Schreibens: Die Bitte, den eigenen Ansatz bei der Bewertung zu überdenken. Jamelle sagt: „Wir haben auch Leistungen mit denen wir nicht einverstanden sind. Mit diesem Gespannen arbeiten wir die Spiele dann auf.“ Den zum großen Teil jungen Gespannen fehlt es logischer Weise an Erfahrung. Doch Fakt ist nun einmal, dass die Schiedsrichter-Leistung in Owschlag kritischer gesehen wird, als in den meisten anderen Vereinen. Es bleibt abzuwarten, ob der Brief vom Schiedsrichter-Ausschuss wirklich zu einer freundlicheren Sichtweise auf die Leistung der Unparteiischen führt.

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