3. Handball-Liga : Owschlag beißt sich an seinem Wunschplatz fest

Owschlags Franziska Peters (Mi.) hat sich gleich gegen zwei Berliner Gegenspielerinnen durchgesetzt und kommt zum Wurf. Ihr gelangen – für ihre Verhältnisse – nur drei Tore beim Heimerfolg.
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Owschlags Franziska Peters (Mi.) hat sich gleich gegen zwei Berliner Gegenspielerinnen durchgesetzt und kommt zum Wurf. Ihr gelangen – für ihre Verhältnisse – nur drei Tore beim Heimerfolg.

In der 3. Handball-Liga der Frauen hat sich der TSV Owschlag im ersten Punktspiel des Jahres zu Hause mit 29:23 gegen den Berliner TSC durchsetzen können.

shz.de von
12. Januar 2015, 06:00 Uhr

Owschlag | Dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit haben die Handballerinnen des TSV Owschlag einen in der Deutlichkeit nicht mehr zu erwartenden Heimsieg über den Berliner TSC eingefahren. 29:23 hieß es nach 60 interessanten Minuten, nachdem es zur Pause noch 14:14-Unentschieden stand. „Nach dem Wechsel sind meine Spielerinnen in der Abwehr den einen Schritt mehr gegangen als noch in Halbzeit eins“, bilanziert Trainer Rainer Peetz. In der Tabelle der 3. Liga Nord rangiert der TSV weiterhin auf seinem Wunschplatz: Mehr als Rang fünf wird in dieser Saison vermutlich nicht drin sein. Zu stark ist das Spitzen-Quartett.

Die übliche Routine vor dem Anpfiff in der Owschlager Kabine wurde am Sonnabend durch die veröffentlichten Fusionsabsichten des TSV und der HSG Kropp-Tetenhusen gestört. Einige Spielerinnen sollen erst am Spieltag aus der Zeitung vom Fortschritt der Pläne erfahren haben. Es wurde berichtet, dass die HSG-Mitglieder vor einer Woche mehrheitlich für eine Fusion plädierten. Jetzt geht es in die konkreten Verhandlungen. Peetz: „Wir haben das Thema kurz angesprochen. Ich habe gesagt, dass uns die Pläne heute nicht belasten dürfen.“ Inwiefern eine mögliche Verschmelzung der ewigen Lokalrivalen im Hinterkopf einiger Akteure herumspukte, ist reine Spekulation. Während der 60 Minuten dürfte die geplante sportliche Zweck-Ehe von TSV und HSG aber kein Thema gewesen sein.

Eine anfängliche Owschlager 8:5-Führung konnten die Gäste schnell wieder ausgleichen. Sie gingen sogar kurz vor dem Seitenwechsel in Führung. „Unsere Abwehr fand keinen Zugriff. Dahinter sahen auch meine beiden Torhüterinnen nicht immer glücklich aus“, berichtet Peetz. Mit der Angriffsleistung war er dagegen zufrieden, obwohl Franziska Peters und Jill Sievert nicht wie gewohnt auftrumpften. Dafür sprangen andere in die Bresche: Alke Trceziok und Nina Lyke wussten zu überzeugen. Trceziok glänzte von Rechtsaußen mit sieben Toren, Lyke beackerte als Allrounderin die linke offensive Seite. „Für Nina freut es mich besonders. Sie ist endgültig in der 3. Liga angekommen“, lobt Peetz. Lyke kam im vergangenen Sommer vom Oberligisten TSV Altenholz.

Nach Wiederanpfiff machte der TSV schnell alles klar und zog bis auf 28:19 davon.

TSV Owschlag: Fasold, Witt – Ewert (4), Sievert (4), Peters (3/1), Stolley (6/1), Herklotz, Küppers, Zadow, K. Rohwer (1), Trceziok (7), Lyke (4).

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