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Urlaub in Schönhagen : Ostseebad wird immer beliebter

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Schon jetzt übersteigt die Zahl der Übernachtungen in Schönhagen die Vorjahreszahl / Viele Familien mit Kindern sind Stammgäste

Ostsee, Natur und Ruhe – Familie Kaletta genießt die warmen Strahlen der Septembersonne am Strand. 2009 verbrachten Boris und Silke Kaletta aus Essen zum ersten Mal ihren Urlaub im Ostseebad Schönhagen. „Zwei Mal im Jahr kommen wir hierher“, erklärt die 40-Jährige. Seit vier Jahren ist Sohn Aurelius mit von der Partie, seit zwei Jahren Tochter Violetta. Während Vater Boris (39) angelt, spielen die Kinder am Strand und Mutter Silke entspannt. Zehn Tage verbringen sie ihren Spätsommerurlaub in einem Ferienhaus. „Wir haben schon oft Glück mit dem Wetter gehabt“, sagt Silke Kaletta. Die Essener schätzen die unmittelbare Seenähe und die ruhige Umgebung an Schönhagen. „Wir sind hier ganz viel draußen“, so Silke Kaletta.

Es sind hauptsächlich Familien mit Kindern, wie Familie Kaletta, die den größten Anteil der Urlauber im Ostseebad Schönhagen ausmachen. Im September sind auch vermehrt Ältere anzutreffen. „Sie suchen die Natur und die Ruhe“, erklärt Johanne Gaipl von der Tourismusinformation, „sie kommen zum Radfahren und Spazierengehen zu uns.“

Die Teamleiterin ist mit der Entwicklung der Übernachtungszahlen für 2015 sehr zufrieden. In einer ersten Bilanz des Jahres bis August ist ein deutlicher Anstieg der Zahlen im Vergleich zum Vorjahr ersichtlich. So zeige das interne Buchungssystem Wild East eine Steigerung der Ankünfte in Schönhagen um 10,2 Prozent. Herausragend sei besonders der Mai gewesen, so Gaipl. Wurden im vergangenen Jahr 177 Ankünfte verzeichnet, waren es 2015 insgesamt 304 Ankünfte. Bis Ende August sind insgesamt 3106 Ankünfte im System, im Vorjahr waren es 2818. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der Zahl der Übernachtungen wieder. Waren es 2014 noch 21  262 Übernachtungen, sind es bis August bereits 23  105 (entspricht einer Steigerung von 8,7 Prozent). Diese erfreuliche Tendenz führt Johanne Gaipl auf mehrere Faktoren zurück: Zum einen habe das Superwetter 2014 die Urlauber zu einer erneuten Buchung veranlasst, zum anderen könne Schönhagen mit seinem Faustpfand „direkte Ostseenähe, Ruhe, Ursprünglichkeit“ punkten. Viele der Urlauber kämen mehrere Male wieder. Außerdem beobachte sie einen neuen Trend, berichtet die 32-Jährige, die seit drei Jahren als Teamleiterin der Tourismusinformation in Schönhagen arbeitet. „Es kommen immer mehr Großfamilien zu uns, Eltern mit Kindern und Großeltern“, so Gaipl.

Mit der positiven Entwicklung im Rücken lasse sich natürlich leichter planen und über Verbesserungen nachdenken. So ist für 2016 eine Internetanbindung für den Urlauber mithilfe von WLAN am Strand vorgesehen. Die Angebote für Kinder werden verstärkt. Auch im nächsten Jahr finden große Ereignisse, wie Pfingstvergnügen, Strandfest mit Strandgottesdienst, Aqua-Rallye und Feuerwerk und zum dritten Mal, in Zusammenarbeit mit der ortsansässigen Künstlerin Rosa Peters, die Kunstroute Schönhagen statt. „Das ist ein Punkt, der dem Ort besonders gut tut. Man findet nicht nur Strand“, erklärt Gaipl.

Trotz der positiven Entwicklung gibt es einen Wermutstropfen – das Fehlen einer gehobenen Gastronomie. „Natürlich wäre es für das Ostseebad schön, wenn da touristisch etwas passiert, aber ich kann die Entscheidung der Gemeinde, den Seestern nicht zu kaufen, verstehen“, kommentiert die Teamleiterin. In dieser Hinsicht hofft sie auf eine andere Möglichkeit, die sich vielleicht in Zukunft ergibt.

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erstellt am 30.Sep.2015 | 06:55 Uhr

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