zur Navigation springen

Integration : Ostsee-Jjumbo – Integration im Beiwagen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

80 Mitfahrer beteiligen sich an der 34. Ostseejumbo / Start und Feier in Gammelby am Gemeindetreff Alte Schule

Gammelby | Das Strahlen in den Augen sagt mehr, als Worte es je könnten. Die Vorfreude auf den Ausflug trübte auch das Wetter nicht. Petrus hatte ein Einsehen und schloss rechtzeitig die Schleusen am Himmel. Zum 34.  Mal schenkten Motorradfahrer  am Wochenende Menschen mit Behinderungen ein ganz besonderes Erlebnis. Heike und Tarik Stolz mit Holger Schäfe und Team hatten zur Ostsee-Jumbo eingeladen. 

Von der Organisation bis hin zur Betreuung und Verpflegung stimmte wieder alles. Es wurden Behinderteneinrichtungen in der gesamten Region eingeladen, teilzunehmen. „Über 80 Menschen mit Behinderungen konnten wir empfangen“, erklärte Heike Stolz.  64 Motorrad-Gespannfahrer waren auf der Fläche am Gemeindetreff Alte Schule eingetroffen. Sie bekamen ihre Unterlagen zur Fahrtroute. Das Wetter hielt sie nicht zurück.

 Norbert Farwick ist seit Anfang an dabei. Seine Anfahrt von  rund 200 Kilometern  hat er gerne zurückgelegt: „Mit dem Ostsee-Jumbo schenken wir den behinderten Menschen einen Tag Freude und ein Erlebnis mitten in der Natur, oft bilden sich Freundschaften. Ich habe seit 20 Jahren immer noch eine Verbindung mit einem ehemaligen Mitfahrer“, sagte er.

Es ist gelebte Integration, die die Motorradfahrer aus Deutschland, Dänemark, Norwegen und Schweden gemeinsam mit dem Team gestalten. Auf der Wiese beim Gemeindetreff Gammelby trafen Sonnabendmorgen immer mehr erwartungsvolle Beifahrer ein.

 Strahlend blickten Jannik (10) und Paul (10) auf die blinkenden Gespanne. Sie waren erstmals dabei und voller Vorfreude.  Schnell entwickelte sich eine Vertrauensbasis zwischen Fahrer und Mitfahrer und dann lockte die rund 80 Kilometer lange Rundstrecke.

In kleinen Gruppen von vier bis fünf Motorrädern ging es los. Vom Oldtimer bis zum modernen Gespann war alles dabei. Auf Landstraßen ging es mit 30 bis 40 Stundenkilometern gemütlich durch Schwansen, an der Schlei entlang bis hin zum Zwischenstopp am Segelclub Eckernförde.  Spiele, Unterhaltung, Kaffee und selbstgebackener Kuchen warteten dort auf die Teilnehmer. Nach ausgedehnter Pause brachen die Biker und ihre Beifahrer wieder Richtung Gammelby auf.

Auch wenn der Regen das Lagerfeuer verhinderte, fand sich mit dem gemeinsamen Grillen, Live-Musik und Gesprächen ein krönender Abschluss dieses besonderen Tages. Die Freude über das Erlebte stand in den Gesichtern der Teilnehmer. 
 

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 04.Jul.2017 | 06:14 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen