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Eckernförder Zeitung

23. Oktober 2017 | 18:02 Uhr

Wasserversorgung : Osterby wird Mitglied Nr.14

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Gemeinde schließt sich dem Wasserbeschaffungsverbands Mittelschwansen an . Der Preis bleibt für die nächsten zehn Jahre konstant

von
erstellt am 20.Dez.2013 | 06:09 Uhr

Das Wasser wird kein anderes sein, und auch der Preis von netto 1,39 pro Kubikmeter bleibt zumindest in den nächsten zehn Jahren fix. „Das ist wichtig für den Bürger“, betonte Osterbys Gemeindechef gestern bei der Unterzeichnung des öffentlich-rechtlichen Vertrags mit dem Wasserbeschaffungsverband (WBV) Mittelschwansen.

Zum 1. Januar ist die Gemeinde Vollmitglied beim WBV. In den vergangenen rund 25 Jahren war Osterby Großabnehmer und damit auch Eigentümer des Leitungsnetzes. „Als Vollmitglied übergibt Osterby das Leitungsnetz an den WBV“, sagte Verbandsvorsteher Horst Böttcher. Der WBV sei dann verantwortlich für die Qualität und Versorgungssicherheit. Auch die Abrechnung erfolgt ab 1. Januar über den WBV.

Eine eigene, zuverlässige Wasserversorgung im Dorf aufzubauen sei in den vergangenen Jahrzehnten gescheitert, berichtete Robert Ott. Ende der 80er Jahre wurde die Gemeinde dann Großabnehmer des WBV. „Eine Leitung von Lehmsiekberg bei Fleckeby bis zum Hasenwinkel hat es bereits gegeben“, so Ott.

Die Entscheidung der Gemeindevertretung in diesem Jahr, dem WBV als Vollmitglied beizutreten und damit die Wasserversorgung in professionellere Hände zu geben, sei leicht gefallen. Schließlich werde sich für die Bürger nichts ändern. Marco Lilienthal aus der Amtsverwaltung hat ein Interessenbekundungsverfahren auf den Weg gebracht, um den wirtschaftlichsten Anbieter zu ermitteln. „Andere hätten erst noch ein neues Leitungsnetz bauen müssen“, so Ott.

Osterby ist damit das 14. Mitglied im WBV, zuletzt schlossen sich Windeby und Hummelfeld an. Einziger Großabnehmer ist jetzt das Ostsee-Resort-Damp.

„In den nächsten Jahren wird der Verband das Osterbyer Leitungsnetz digitalisieren und den Sanierungsbedarf ermitteln“, sagte Carsten Boldt, technischer Leiter beim WBV. Erst dann könne entschieden werden, ob Osterby den Tarif zahlt, den alle anderen 13 Mitglieder auch zahlen – derzeit 91 Cent sowie ein Grundpreis von fünf Euro pro Zähler. Das jetzt mehr gezahlte Geld sei ein Sanierungszuschlag. Das sei nur fair gegenüber den anderen Mitgliedern, betonte Böttcher, die nicht das Risiko eingehen wollten, das marode Netz eines neues Mitglieds zu bezahlen. Außerdem sei geplant, im Ort ein Ringnetz zu bauen, um eine höhere Versorgungssicherheit zu erreichen

Das Schwansener Grundwasser ist rund 3000 bis 5000 Jahre alt und wird über fünf Brunnen aus 160 bis 200 Meter Tiefe gepumpt – insgesamt rund 1,4 Millionen Kubikmeter in die angeschlossenen 6100 Haushalte. Osterby allein bezieht durchschnittlich 45 000 Kubikmeter. „Das Wasser wird mit Luftsauerstoff angereichert und Eisenmangan herausgefiltert“, erläutert Boldt.


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