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Ortsentwicklung : Osdorf soll im Süd-Osten wachsen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bauausschuss wertet Anregungen der Bürger aus / Dorfgemeinschaftshaus erwünscht

Nach Auswertung der Ergebnisse der Bürgerbeteiligung möchte die Gemeinde zur Erstellung ihres Innenbereichsentwicklungsgutachtens noch keine Vorauswahl der Flächen für eine zukünftige Bebauung treffen. Auch um Grundstücksspekulationen vorzubeugen. Alle in dem vom Planungsbüro vorgelegten Entwurf für eine Bebauung in Frage kommenden Flächen sollen in die Behördenbeteiligung gehen.

Die in dem Planungsentwurf mit E bezeichnete Fläche am südlichen Ortsrand soll noch vergrößert werden. Dafür sprach sich der Bauausschuss in seiner Sitzung am Dienstag einstimmig aus. Dass die Gemeinde damit ihr von der Landesplanung vorgegebenes Kontingent von noch 111 zu entwickelnden Wohneinheiten bis 2025 um mehr als das Doppelte überschreite und die Landesplanung wohl Einschränkungen vornehmen werde, wie der mit der Erstellung des Gutachtens beauftragte Stadtplaner Oliver Kühle vom Büro B2K aus Kiel anmerkte, wird in Kauf genommen. Von Seiten der Einwohner seien zu den großen Bauflächen keine gravierenden Einwände gekommen, sagte Oliver Kühle. Mitte Januar waren die Bürger in einer Einwohnerversammlung aufgerufen, mögliche Flächen zu bewerten und ihre Vorstellungen zur Ortsentwicklung darzulegen (wir berichteten). 36 von 40 ausgegebenen Fragebogen sind zurückgekommen. Danach halten es 22 Bürger grundsätzlich für sinnvoll, auch den Außenbereich zu bebauen. Mehrgenerationenwohnen und Wohnen im Alter ist für viele ein Thema. So könnten etwa in der Ortsmitte barrierefreie Wohnungen geschaffen werden. Das Ortsbild sollte sich insgesamt am Bestand orientieren. Darüber hinaus wurde angeregt, Rad- und Fußwege zu trennen, den innerörtlichen Verkehr zu beruhigen, zusätzlich zur Gaststätte an zentraler Stelle eine Begegnungsstätte als Jugend- und Dorfgemeinschaftshaus zu schaffen und Wanderwege ausbauen. Darüber will die Gemeinde nachdenken. „Auch wenn die Flächen B und C wegen des moorigen Bodens dort nur bedingt zu gebrauchen sind, sollten wir den Entwurf komplett losschicken“, erklärte der Bauausschussvorsitzende Bernhard Wölki (WgO). Günter Baasch (CDU) stimmte zu. „Ich halte es für gut, möglichst viele Grundeigentümer zu haben und nicht von vorne herein Flächen auszuschließen. Das könnte zu nicht absehbaren Spekulationen führen. Es ist an sich ein schlüssiger Plan.“

In der Bauausschusssitzung am 12. März soll über Anregungen der Fraktionen beraten werden, um in der Gemeindevertretersitzung am 25. März endgültig zu beschließen. Das Innenbereichsentwicklungsgutachten dient der Gemeinde als Leitfaden für die weitere bauliche Entwicklung.

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erstellt am 20.Feb.2014 | 06:00 Uhr

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