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Digital statt analog : Ortsinformation: Gettorf geht neue Wege

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Interaktive Stelen lösen bisherige Werbetafeln ab / WLAN-Punkt am Markt geplant

von
erstellt am 04.Mär.2015 | 06:00 Uhr

Gettorf | Um neue Medien dreht sich alles in der Woche der Senioren im August – und darum ging es auch gestern in der Sitzung des Seniorenbeirats. Im Mittelpunkt stand dabei die interaktive Informationstafel, die seit ein paar Tagen am Markt auf Berührung Informationen über die Gemeinde und das Amt Dänischer Wohld liefert. In den nächsten Tagen soll das Portal um die Vereine und Verbände im Ort, aber auch um Firmen, die das Angebot mit ihren Anzeigen ermöglichen, erweitert werden.

Die Inhalte könnten jederzeit verändert werden und seien immer aktuell, zudem sei der Platz für die, die sich darstellen möchten, unbegrenzt, liegen die Vorteile der Tafel für Thomas Grötsch, Vorsitzender des Handels- und Gewerbevereins (HGV), auf der Hand. Die erste Tafel am Marktplatz ist der Anfang, eine weitere am Rathaus und im Gewerbegebiet sind angedacht, teilte Grötsch weiter mit. Außerdem ist vorgesehen, ein WLAN-Angebot rund um die Tafel am Markt einzurichten. Damit verbunden ist die Hoffnung der Kaufleute, dass sich die Kunden dann länger in dem Bereich aufhalten.

Mit der Einführung der neuen Technik werden die bisherigen Werbetafeln, wie sie am Ortseingang aus Richtung Osdorf kommend zu finden sind, abgebaut. Um beide Systeme zu finanzieren, reiche die Wirtschaftskraft im Ort nicht aus, erklärte Grötsch.

Auf der Startseite werden Bürger in Kürze Schnellzugriffe auf die Bücherei, die Volkshochschule, den Gettorfer TV, den GSC, aber auch auf das Wetter und Veranstaltungen finden, kündigte Florian Manz von der Firma Fluctus Media aus Kiel an. Hinter dem jeweiligen Logo ist entweder die Internetseite, ein Flyer oder ein pdf hinterlegt. Die Pflege der jeweiligen Informationen liege bei der jeweiligen Organisation selbst, betonte Manz.

Bedenken des Seniorenbeirats bezüglich Vandalismus konnte Manz ausräumen. „Weltweit sind 5000 solcher Stelen im Einsatz, und die Geräte laufen bisher ohne Fremdeinwirkung“, sagte Manz. Die wohl gefährdetste Anlage sei zur Kieler Woche aufgestellt worden, „und es gab nicht mal Kaugummis darauf“, berichtete Manz und erklärt sich das mit der integrierten Videoüberwachung in jeder Stele. Auch Sorgen um schlechte Lesbarkeit des Displays durch Sonneneinstrahlung konnte Manz den Senioren nehmen: „Wir haben einen guten Standort gefunden, an dem es keine Probleme mit der Sonneneinstrahlung geben dürfte.“ Sollte es dennoch zu Klagen kommen, könne die interaktive Tafel mit einem Dach nachgerüstet werden.

Beiratsmitglied Manfred Schröter sah Nachteile für Rollstuhlfahrer, da sie nur den unteren Teil des Displays mit der Hand erreichen könnten. Es gebe dazu bereits Überlegungen, entgegnete Manz. Am praktikabelsten sei ein Button im unteren Drittel, über den die Inhalte im oberen und unteren Bereich getauscht werden könnten.

Auf die Frage des Beiratsvorsitzenden Roland Lauterbach, ob die Darstellung auch über das Internet zuhause aufzurufen sein wird, gab es ein klares Nein. „Das sind nur Informationen vor Ort“, so Manz.



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