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gelungene premiere : Opa Rudi macht alle glücklich

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Holzdorfer-Söbyer Speelkist feiert mit ihrem neuen Stück „De vermasselte Hochtiet“ Premiere. Über 150 Zuschauer schauten sich im Gasthof Blumenthal ein vergnügliches Theaterstück an.

HOLZDORF Jubel im Lager der Holzdorfer-Söbyer Speelkist – soeben schloss sich der Vorhang nach der Premiere des Schwanks „De vermasselte Hochtiet“, da brandete auch schon tosender Beifall der Zuschauer im restlos ausverkauften Gasthof „Blumenthal“ auf. Mit minutenlangen Ovationen wurden die Schauspieler des plattdeutschen Dreiakters von Walter G. Pfaus, ins Plattdeutsche übersetzt von Jan Harrjes, für ihre großartige Leistung bedacht.

Ein flüchtiger Kuss des Bräutigams Nils (Rüdiger Reimers) mit einer Kollegin sorge für andauernde Verwirrung, da sich die Braut Nina (Birte Schreiber) nun zu einer kurzfristigen Heirat mit dem windigen Lothar (Ole Reimers) entschließt. Dies bringt Opa Rudi (Werner Jepsen, seines Zeichens Alt-Bürgermeister) auf den Plan, der versucht, mit gespielter Vergesslichkeit und Pendel die Verbindung zu boykottieren. Nach einem Schnaps – „ik drink jümmers blots twee, den eersten und den letzten, dee dortwischen tell ik nicht mit“ – stellt sich die Frage: Schafft Opa es, in den zwei Stunden mit seinem kriminalistischen Spürsinn die Hochzeit zu verhindern? Für seine Attacken sucht der gewitzte und clevere Opa Verbündete, die er in seinem Sohn Bodo (Kai Kruse), Ninas Freundin Anja (Ulli Bessey-Scheel) und dem Ex-Freund Nils findet. Die übrigen Beteiligten, Mutter Rosi (Edith Rathenow) und Tante Kathi (Anke Steffen), sind mit der Auswahl des Hochzeitskleides und der Gästeliste beschäftigt und versäumen, die Wahrheit über Lothars Machenschaften zu durchblicken, der von Nina und Rosi hohe Summen als Vorschuss für die Hochzeit verlangt. Als am Ende die Kontrahenten den Bräutigam Lothar als unlauter überführen können, kommt es zum von Opa Rudi und Nils erwünschten Happyend, indem Nils seiner Nina auf Knien den lang ersehnten Heiratsantrag macht.

Die Theatergruppe feierte nicht nur die geglückte Premiere dieses Stücks, sondern ferner zahlreiche Debüts, denn erstmals war der ehemalige Bürgermeister Werner Jepsen (Opa) dabei, der auf Anhieb zum Publikumsliebling avancierte. Ebenso wie Ole Reimers (Lothar), der die hochdeutsche Rolle glänzend verkörperte und schließlich der Waabser Kai Kruse (Onkel/Beate vom Fischmarkt), der mit viel Humor die Hochzeitsvorbereitung mit einer Kamera festhielt.

Alles in allem eine rundherum gelungene Veranstaltung, auf die sich Freunde plattdeutscher Theaterkunst bei weiteren Aufführungsterminen freuen können.

Unter dem Premierenpublikum war auch Thomas Schwartz (47). „Sprechen kann ich Plattdeutsch nicht, aber gut verstehen. Dieser Abend hat dazu beigetragen, dass ich solche Veranstaltungen künftig häufiger besuchen werde“, fühlte er sich großartig unterhalten.

Auch von ehemaligen Schauspielkollegen gab es Lob. „Das Publikum wurde bestens unterhalten“, meinte Gerhard Hinz (73), der einst plattdeutscher Akteur im Rellinger Theaterverein war, bevor es ihn 2007 von Hamburg nach Söby zog.

Dass die plattdeutsche Komödie auch etwas für Kinder ist, zeigte der Besuch von Ineke Quade (37), die mit ihrer Nichte Samira (11) bei der Premierenvorstellung war. „Dieser Dreiakter war schon eine tolle Sache, die sehr gut von der Schauspielgruppe bewältigt wurde“, lobte Ineke Quade und Samira fügte spontan hinzu: „Der Opa war der Beste!“

>Weitere Aufführungstermine: 11. März, 14.30 Uhr, 13. März, 19.30 Uhr, 14. März, 14.30 Uhr, jeweils im Gasthof Blumenthal. 21. März, 19.30 Uhr, „Schwansener Hof“ in Waabs. Kartenvorverkauf in den Gasthöfen.






















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