Ole Hamann stürzt: „Das war hammerhart“

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17. Juni 2014, 06:00 Uhr

Der Ascheffeler Hürdensprinter Ole Hamann (LG Rendsburg/Büdelsdorf) hatte bei seiner Premiere bei den 71. Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der U23 im Weseler Auestadion Pech. Nach den Hürden lag er zusammen mit drei weiteren Läufern auf Medaillenkurs und hätte damit nahtlos seine Bronze-Medaillen-Serie der U20 fortsetzen können. Doch dann ereilte ihn das typische Schicksal eines Hürdenläufers: Er lief in die zehnte und letzte Hürde. Damit war der Griff nach einer weiteren Medaille jäh beendet. „Das war hammerhart, mehr will und kann ich dazu nicht sagen“, ist Hamann untröstlich.

So übernahm auch Landestrainer Dirk Riekmann die weitere Einschätzung der Leistung seines deprimierten Schützlings. „Ole war trotz Abi-Stress gut drauf. Das hat er schließlich auch mit Platz drei in seinem Vorlauf mit 14,79 Sekunden bewiesen. Das reichte, um als Sechstschnellster ins Finale einzuziehen.“ Die Zuversicht, im Finale eine Medaille zu holen, war realistisch. Zumindest bis Hürde sieben. „Da lag Ole gut im Rennen. Doch bei der achten und neunten Hürde schlichen sich leichte Fehler ein“, hat Riekmann beobachtet. An Hürde zehn waren diese Fehler dann nicht mehr aufzufangen. Hamann rannte voll in die Hürde – und stürzte. „So dicht vor dem Ziel und dann noch im Medaillenbereich zu stürzen, ist schon bitter“, fühlt Riekmannn mit.

Nach diesem Riesenpech ist der Blick aber schon wieder nach vorn gerichtet. So steht eventuell die erste Teilnahme an der DM der Männerklasse am 26. und 27. Juli in Ulm an. Doch dazu muss er erst einmal die Norm von 14,50 Sekunden laufen. Davon ist Hamann jedoch nur 26 Hundertstel entfernt.

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