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Classic Car Charity : Oldtimer spenden rund 10 000 Euro für Seenotretter

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

80 Teilnehmer starten vom Aschberg und fahren 172 Kilometer durch die Hüttener Berge und Schwansen. Am Eckernförder Hafen werden sie von vielen Interessierten willkommen geheißen.

Ford A Roadster, Opel Kapitän oder Cadillac de Ville – diese Namen symbolisieren Autogeschichte, die längst vergangen ist, jedoch am Sonnabend wieder erlebt werden konnte. Zum zweiten Mal hatte der ADAC Schleswig-Holstein zu seiner „Classic Car Charity“ eingeladen, bei dem die Teilnahmegebühr vollständig einem guten Zweck, in diesem Jahr der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), Ortsgruppe Eckernförde, zugutekommt.

„Wir fahren keine Rallye“, betonte ADAC-Sportleiter und Organisator Torsten Johne, der für die rund 172 Kilometer lange Strecke durch das nordöstliche Schleswig-Holstein mitverantwortlich ist.

Nach dem letztjährigen Erfolg der Veranstaltung hatten sich mehr als 100 Teilnehmer beworben, aus organisatorischen Gründen wurde die Zahl der Teilnehmer jedoch auf 80 Fahrzeuge begrenzt. So manches Schätzchen stand auf der Teilnehmerliste, darunter auch der Ford A Cabrio (Baujahr 1929) von Günter und Beate Schulz aus Kronshagen. „Den habe ich bis auf die letzte Schraube zerlegt, nur so lernt man das Fahrzeug kennen und weiß, wo notwendige Schmiernippel sind“, berichtete Schulz, der schon an mehr als 40 Oldtimer-Rallyes in ganz Europa teilgenommen hat. Über interessante Einzelheiten gaben die Besitzer bereitwillig Auskunft, wie beispielsweise die Kordel am Türinnengriff des Adler Trumpf Junior, die es den Insassen ermöglicht, die Seitentüren ohne Verrenkungen zu öffnen. „Im Originalfahrzeug waren die Türanschläge hinten und die Griffe vorn. Durch den Anschlagswechsel nach vorn im Rahmen eines Umbaus, bei dem die Türen einfach von linker Seite nach rechts und umgekehrt vertauscht wurden, befand sich der Griff nunmehr seitlich hinter dem Vordersitz“, beschrieb Guido Rollin die Besonderheit seines Cabrios von 1939.

Kommentiert wurde dann der Zieleinlauf der einzelnen Fahrzeuge auf dem Eckernförder Hafengelände von Jürgen von Schassen (ADAC), so dass die zahlreichen Zuschauer viel Interessantes über die Modelle erfuhren, die einen Baujahrzeitraum bis 1995 abdeckten. Beim gemeinsamen Abendessen aller Teilnehmer im Luzifer erfolgte dann die Scheckübergabe an die DGzRS-Eckernförde, deren Vormann Horst Egerland angesichts der Summe von 9860 Euro nur stockend Worte des Dankes hervorbringen konnte.

Auf das Jahr 2016 können sich interessierte Fahrzeugbesitzer schon freuen. „Dann wird es an die Westküste gehen“, so der ADAC-SH-Geschäftsführer Stefan Schwarz.



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