Oldtimertreffen : Oldtimer in stilvollem Ambiente

Die Gutsanlage und das Oldtimertreffen passen gut zusammen.
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Die Gutsanlage und das Oldtimertreffen passen gut zusammen.

Rund 150 Old- und Youngtimer beim 4. Oldtimer-Treffen der Collection Schwansen auf Gut Damp

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18. Mai 2015, 06:46 Uhr

An der Tordurchfahrt zum Gut begrüßte Mike Reinecke die Fahrer alle persönlich. Willkommen waren sie alle – Automobil, Motorrad oder Trecker. Reinecke ist gemeinsam mit Patrick Leisau von der Collection Schwansen Veranstalter des Oldtimertreffens auf dem Gut Damp. Gestern war es die mittlerweile vierte Veranstaltung in dem historischen Ambiente der Parkanlage. Mit 150 bis 200 Fahrzeugen rechneten die beiden. „Zwei neue Sonderausstellungen ergänzten das Treffen und auch hier kamen die Nostalgiker voll auf ihre Kosten. Das Phonomuseum aus Seeholz lud zu einer Zeitreise in die Geschichte der Geräte- und Musikindustrie ein. Vom Grammophon über das Radio bis zur modernen Stereoanlage gab es einige Schmuckstücke zu sehen. Erstmals in Damp dabei war auch Helen Nordmann. Die Hamburger Kostümbildnerin fertigt Kleidungsstücke und Accessoires vergangener Jahrzehnte an. Damit ist sie gerade in der Werbe- und Filmbranche eine gefragte Frau. „Viele Oldtimerbesitzer kleiden sich aber auch in den Sachen aus der Epoche ihres Autos“, erzählt sie von ihren Kunden.

Aus Eckernförde waren Hannelore und Hartmut Sequenz in Damp dabei. Ihren Sechs-Zylinder Jaguar E-Type aus dem Jahr 1963 haben sie seit 1990. Doch zugelassen haben sie ihn erst 2003. „Erstand einige Jahre bei mir in der Garage“, sagte Hartmut Sequenz. Dann habe er ihn komplett zerlegt, jedes Teil gereinigt und wieder zusammengebaut. „Mein Mann kennt jetzt jede Schraube des Autos“, sagt Hannelore Sequenz. Für einige Ersatzteile fuhr er nach England, um sie zu bekommen. Auch den neuen Farbton – silber-grau-opaleszent – verpasste er eigenhändig dem flotten Flitzer.

Der Samba-Bus ist eine Legende. Rundum-Verglasung und das große Faltschiebedach lassen auch Matthias Füllings Herz höher schlagen. Der Eckernförder ist seit zwei Jahren stolzer Besitzer des Kultmobils der Woodstock-Generation, Baujahr 1961. „Wir haben uns damals mit dem Kauf einen Traum erfüllt“, sagt Fülling. Und da sein Sohn Nick im Rollstuhl sitzt, musste das Auto eben etwas geräumiger sein. Der Vorbesitzer war mit dem Auto zweimal in Afrika, hat Matthias Fülling erfahren. So weit geht es nun nicht mehr mit dem 40-PS-Oldie. Vater-Sohn-Touren durch die Region stehen aber regelmäßig an. Und Nick teilt die Begeisterung seines Vaters für den Achtsitzer. Auf den Speichen seines Rollis ist der Samba-Bus gleich mehrfach abgebildet.

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