3. Handball-Liga : OKT will seinen Lauf fortsetzen

Lotta Bremer wird für die verletzte Anna Detlefsen die Rechtsaußen-Position bekleiden.
Lotta Bremer wird für die verletzte Anna Detlefsen die Rechtsaußen-Position bekleiden.

In der 3. Handball-Liga der Frauen peilt die HG OKT in Wismar den fünften Sieg in Folge an.

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29. November 2018, 14:55 Uhr

Die Drittliga-Handballerinnen der HG OKT sind zerrupfte Spielpläne langsam gewohnt. Selten ist es, dass einfach mal Woche für Woche Punktspiele anstehen, und so war das vergangene Wochenende mal wieder spielfrei. Dem guten Lauf von 8:0-Punkten und der zwischenzeitlichen Qualifikation für das HVSH-Final-Four kann diese Stotter-Taktung aber laut Trainer Sebastian Schräbler nichts anhaben. „Ach was, wir sind immer noch im Flow. Wir kennen es ja, dass da Brakes drin sind“, erläutert er. Vielmehr habe die Woche Auszeit vor der heutigen Partie bei der TSG Wismar (20.30 Uhr) seinem Team gut getan.

Die geschichtsträchtige Wismarer Handball-Damensparte (20 Jahre DDR-Oberliga, vier Jahre Bundesliga) hat zurzeit ziemliche sportliche Nöte. 2:12 Punkte und der vorletzte Tabellenplatz veranlassten den TSG-Vorstand dazu, vor zwölf Tagen Trainer Christoph Nisius rauszuwerfen. „Wir sind zu der Erkenntnis gekommen, dass die Talfahrt mit Christoph Nisius an der Spitze als Trainer nicht gestoppt wird“, wurde TSG-Präsident Torsten Wehr von der Ostsee-Zeitung zitiert. Klare Worte des Misstrauens. Aber auch ohne Nisius wurde es nicht besser, denn Wismar verlor direkt das nächste Spiel unter der Führung Christian Landers, dem sportlichen Leiter. „Die werden das Messer zwischen den Zähnen haben und mit dem Rücken zur Wand alles probieren, um uns zu schlagen. Ich erwarte außerdem eine volle Halle, sodass es für uns nicht leicht wird“, sagt Schräbler. Die Maxime für die Partie laute deshalb: „Dranbleiben und kämpfen. Wir können aber trotzdem etwas befreiter aufspielen, denn wir haben uns aus dem Tabellenkeller verabschiedet“, freut sich Schräbler.

Während das Towartgespann Lubrich/Pahlisch derzeit so gut spielt, dass Femke Lobstaedts Rückkehr nicht drängend ist, hat sich Rechtsaußen Anna Detlefsen einen Bänderriss zugezogen und wird wohl erst 2019 wieder spielen. „Schade, sie war gerade richtig gut. Lotta Bremer wird ihre Position einnehmen“, sagt Schräbler. Die Linkshänderin hat zuletzt in der zweiten Mannschaft gespielt, trainiert aber regelmäßig in der Ersten mit. Zur Not steht auch Linksaußen Levke Rohwer bereit.

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