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Eckernförder Zeitung

17. Oktober 2017 | 00:16 Uhr

Ölalarm : Ölalarm im Hafen war nur Übung

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Gemeinsame Ölabwehrübung der Freiwilligen Feuerwehren Damp und Eckernförde im Yachthafen Damp

shz.de von
erstellt am 15.Mai.2017 | 06:04 Uhr

Damp | Für die Freiwillige Feuerwehr Damp-Dorotheental stellt das Szenario „Öl im Yachthafen“ eine große Herausforderung dar. „Zum Glück ist ein solcher Fall aber noch nie eingetreten“, sagte Wehrführer Michael Leckband. Dennoch möchte er, dass seine Männer auf den doch möglichen Ernstfall vorbereitet sind. Um auch praktisch vorbereitet zu sein, wurde am Sonnabendmorgen eine gemeinsame Übung mit der Freiwilligen Feuerwehr Eckernförde angesetzt. Sie verfügt über ein Wasserfahrzeug und entsprechende schwimmende Ölbarrieren.

Das Szenario lautete, dass ein Heizöltransporter in Höhe der Ostseeresidenz Leck geschlagen sei und dabei knapp 1100 Liter durch die Regenwasserentwässerung ins Damper Hafenbecken gelangt seien. Dort hätten sich zwei große Ölteppiche gebildet, die es einzudämmen galt. „Natürlich gießen wir hier nicht wirklich Öl in das Becken. Es ist eine reine Simulation“, betonte Leckband. Dafür rückten die Eckernförder Kameraden mit einem Boot und 14 Feuerwehrmännern an. Die Damper Feuerwehr stellte zwei Gruppen mit jeweils neun Männern. Die Eckernförder Helfer kümmerten sich um den mutmaßlichen Ölfilm an der Mole und dämmten das Gebiet großflächig mit Ölsperren ein.

Die Damper hingegen waren mit der Regenwasserleitung beschäftigt. Das Rohr mit einem Durchmesser von etwa 1,50 Meter stellte die Kameraden vor ein Problem. Man hatte dieses Rohr, das sich zwischen Steg B und Steg C befindet, noch nie in der Form angerührt. Auch hier wurden als erste Maßnahme Ölsperren in das Hafenbecken gezogen, um einer Ausweitung entgegenzuwirken. Anschließend musste der Rohrdeckel angehoben werden. Dazu waren fünf Feuerwehrmänner nötig, die mit vereinten Kräften den massiven Metalldeckel anhoben. Das Rohr wurde dann mit einem sogenannten Dichtkissen verschlossen. Das Dichtkissen ist ein großer Gummipfropfen, der mit Druckluft gefüllt wird und so das Rohr optimal verschließt. Auch dieser Teil der Übung verlief schnell und reibungslos. Beide gedachten Ölteppiche waren eingedämmt. „Jetzt würden Spezialfirmen aktiv werden, die das Öl aus dem Hafen abpumpen“, erklärte Leckband das weitere Vorgehen in einem Ernstfall. Die Feuerwehr sei mit derartigem Gerät nicht ausgestattet.

Generell zeigten sich Leckband und auch der Eckernförder Wehrführer Meint Behrmann sehr zufrieden mit dem Ablauf. „Eine Übung dieser Form mit Eckernförde zusammen hat es noch nie gegeben. Es lief alles sehr gut“, so Leckbands Fazit. Sollte es einmal wirklich dazu kommen, dass Öl im Hafen austritt, sieht er seine Wehr gut aufgestellt. Dennoch hofft jeder in Damp, dass die Feuerwehr nie zu einem solchen Einsatz ausrücken muss.



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