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Eckernförder Zeitung

22. August 2017 | 00:15 Uhr

StattAuto : Ökologisch mobil in Altenholz

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Ein Auto, viele Fahrer, geringe Kosten: Erste Carsharing-Station in Altenholz-Stift eingeweiht.

Altenholz | Teilen liegt im Trend. Ein Grund für das in Kiel und Lübeck ansässige Carsharing-Unternehmen StattAuto, sein Angebot ins nördliche Umland zu erweitern. Nach Holtenau und Pries steht ab sofort auch in Altenholz-Stift an der neuen Carsharing-Station vor dem Rathaus im Allensteiner Weg ein Renault Clio zur Nutzung bereit. Demnächst wird dort auch noch eine Infotafel aufgestellt. Am Mittwoch eröffneten Hinrich Kählert vom StattAuto-Vorstand, Altenholz’ Bürgermeister Carlo Ehrich und Bürgervorsteher Wolfgang Weiß die Station offiziell.

„Carsharing liegt voll im Trend“, weiß Hinrich Kählert. „Immer mehr Menschen verzichten auf ein eigenes Auto, um sich ein Fahrzeug mit anderen zu teilen.“ Neben ökonomischen Gründen wie Kostenersparnis für Wertverlust, Steuern, Versicherung und Reparaturen des Autos werden auch ideologische oder ökologische Gründe angeführt. Etwa, dass der Zugang zu Dingen wichtiger sei als der Besitz oder dass durch das Teilen bestenfalls weniger Ressourcen verschwendet, weniger produziert und damit die Umwelt weniger belastet würde. Nach Aussage von Hinrich Kählert wächst Carsharing jedes Jahr um etwa 10 bis 15 Prozent. In Kiel und Lübeck nutzen derzeit um die 3200 Personen das Angebot von StattAuto, davon etwa 1400 in Kiel. Insgesamt stünden 150 Autos zur Verfügung, 70 davon in Kiel und Umgebung. Als Konkurrenz zu Bussen und Bahnen sieht sich das Unternehmen nicht. „Wer jeden Tag fahren muss, für den ist Carsharing nichts“, machte Hinrich Kähler deutlich. „Es funktioniert nur dann gut, wenn man das Auto nur gelegentlich braucht.“ Es lohne sich bei einer Jahresfahrleistung von deutlich unter 10  000 Kilometern.

Ihre Zielgruppe sind vor allem junge Leute, Familien und Zweitwagenbesitzer, die darüber nachdenken, ihr Auto abzuschaffen. Aber auch Senioren entdeckten zunehmend das Carsharing. Dass man – anders als in der Stadt, wo Parkplätze fehlen – im ländlichen Raum einen längeren Atem braucht, weiß er. „Wir bauen es hier langsam aus“, sagte er. „Zwei, drei Jahre versuchen wir es auf jeden Fall.“ Bürgermeister Carlo Ehrich unterstützt die Idee. „Ich bin sehr gespannt, ob es von den Bürgern angenommen wird“, sagte er. Er sieht in dem Angebot auch eine Chance für die Mitarbeiter seiner Verwaltung. Denn Dienstwagen haben sie nicht. „Insofern ist es auch für unsere Kollegen sehr hilfreich, dass sie das Fahrzeug nutzen können, um dienstliche Termine wahrzunehmen.“

Auch Bürgervorsteher Wolfgang Weiß erklärte, Carsharing als ehemaliger Umweltausschuss-Vorsitzender nur begrüßen zu können. Es sei verständlich, dass jeder mobil sein will bis vor die Haustür, sagte er weiter. „Doch wenn jeder sein eigenes Auto hat, stehen viele Wagen herum. Das kann weder ökonomisch noch ökologisch gut sein.“

Die Nutzung ist einfach: Nach der Anmeldung in der Kieler StattAuto-Geschäftsstelle in der Lerchenstraße 18-20 holt man sich das reservierte Fahrzeug mit der persönlichen Kundenkarte an der Station ab. Es kann über das Internet oder telefonisch gebucht werden. Für die Nutzung fällt eine monatliche Grundgebühr von 8 Euro plus 500 Euro Kaution an, die bei Beendigung des Vertrags zurückgezahlt wird. Ansonsten zahlt nur, wer fährt. Je nach Fahrzeugklasse von Kleinwagen bis zum Transporter wird pro Stunde und Kilometer monatlich abgerechnet. Getankt wird per Tankkarte zu Lasten von StattAuto. Das Auto ist Vollkasko versichert mit 300 Euro Selbstbeteiligung. Ein zusätzliches Sicherheitspaket ist möglich. KVG-Abonnenten, Vielfahrer und Studenten erhalten Sonderkonditionen. Interessierte können das Angebot von StattAuto unverbindlich drei Monate lang testen. Wer sich noch bis zum 30. September meldet, erhält für die Probezeit ein Fahrguthaben in Höhe von 25 Euro.

Weitere Informationen unter Tel. 0431/986460 oder im Internet unter www.stattauto-mobil.de.

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