zur Navigation springen

Nach der Bundestagswahl : Nur noch zwei Vertreter in Berlin – Heimvorteil für Sönke Rix

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Johann Wadephul (CDU) und Sönke Rix (SPD) werden den Wahlkreis Rendsburg-Eckernförde in den nächsten vier Jahren in Berlin vertreten. Christine Aschenberg Dugnus ist Opfer des FDP-Desasters. Raju Sharma (Linke) zieht sich zurück.

von
erstellt am 24.Sep.2013 | 06:03 Uhr

Der Wahlkreis 4, Rendsburg-Eckernförde, wird künftig nur noch von zwei statt wie bisher von vier Abgeordneten im Deutschen Bundestag vertreten. Der in Molfsee lebenden Johann Wadephul hat den Wahlkreis mit 45,2 % (+ 5 %) der Stimmen und einem deutlichen Vorsprung gegenüber seinem Kontrahenten Sönke Rix (SPD, 36,8 %, + 4,3 %) gewonnen und zieht erneut als direkt gewählter Abgeordneter in den Bundestag ein. Der Eckernförder Sönke Rix musste am Wahlabend zwar kurzfristig zittern, konnte auf Platz 3 der Landesliste stehend dann aber doch relativ entspannt das Ticket nach Berlin lösen. Das blieb Christine Aschenberg-Dugnus (FDP) verwährt: Die Stranderin musste dem desaströsen Ergebnis der Liberalen Tribut zollen und muss ihr Berliner Büro räumen. Wie auch Raju Sharma aus Eckernförde (Die Linke), der allerdings freiwillig von dannen zieht.

In Eckernförde selbst gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen sowohl bei den beiden Spitzenkandidaten als auch bei der Parteienwahl (siehe auch Info-Kasten). Sönke Rix (5329 Stimmen) hatte einen Heimvorteil und lag Sonntagnacht 240 Stimmen vor Johann Wadephul (5089). Genau umgekehrt sah es bei der Zweitstimme aus, mit der die Eckernförder über die Sitzverteilung im Bundestag mitentschieden: Hier lag die CDU (4660) 259 Stimmen vor der SPD (4401). Im Verhältnis kaum Veränderungen zur Wahl 2009 , bei der es die gleiche Konstellation – leichter Vorteil Rix bei den Erststimmen, leichter Vorteil CDU bei den Zweitstimmen – gab.

Den heftigsten Absturz erlebte auch in Eckernförde die FDP. Christine Aschenberg-Dugnus schmolz förmlich von 8,8 auf 1,7 % bei den Erststimmen zusammen, bei den Zweitstimmen erreichten die Liberalen noch 5,2 % nach 14,9 % vor vier Jahren. Deutliche Verluste auch bei den Grünen, die aber zweistellig blieben, und den Linken. Die Wahlbeteiligung war mit 70,3 % deutlich höher als die 48,8 % bei der Kommunalwahl am 26. Mai.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen