"Notruf"-Kooperation in Eckernförde: Vorbild fürs ganze Land

Samira Feratoski (5) auf dem Rollerparcours der Verkehrswacht beobachtet von Janine Eberhardt. Fotos: Ritterbusch
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Samira Feratoski (5) auf dem Rollerparcours der Verkehrswacht beobachtet von Janine Eberhardt. Fotos: Ritterbusch

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29. August 2011, 03:59 Uhr

Eckernförde | Die Zusammenarbeit der Behörden und Hilfsorganisationen in Notfällen "hat Vorbildfunktion", sagt Stephan Suhr vom Technischen Hilfswerk (THW) und einer der Sprecher von "Notruf Eckernförde". Ihre Kooperation konnten die Bürger am Sonnabend in der Innenstadt und am Hafen bei der Aktion "Notruf Eckernförde" erfahren.

Seit zwölf Jahren gibt es den Zusammenschluss all derer, "die sich um das Wohl und die Sicherheit der Bürger kümmern", wie Suhr sagt. Bei der Aktion stellten sich einige "Notruf"-Mitglieder - die Feuerwehr der Marine, die Freiwillige Feuerwehr Eckernförde, die Verkehrswacht, das THW, die Johanniter, das DRK und die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) - vor. Die Stadt Eckernförde, die Notfallseelsorge, die DLRG, die Polizei, die Rettungsdienst Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) und die Wasserschutzpolizei hätten aus zeitlichen Gründen nicht an der Veranstaltung teilnehmen können, sagte Christian Köhn, Ortsbeauftragter des THW und einer der "Notruf"-Sprecher.

So sollte auch um Verständnis in der Bevölkerung geworben werden: "Bei Einsätzen stören wir ja doch mal", sagte Alexander Rüß, stellvertretender Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr. Dass trotz des schlechten Wetters das Interesse groß gewesen sei, sei sehr schön, so Köhn.

Durch die Kooperation möchten sich die Hilfsorganisationen und Notfallhelfer besser für Großeinsätze wappnen. Das ist durchaus praxisgerecht, sagte Suhr, immer wieder käme es vor, dass man zusammenarbeiten müsse, weil die eine Gruppe andere Geräte habe als die andere. Auch die speziellen Kenntnisse und Fähigkeit seien durchaus unterschiedlich und könnten somit noch wirkungsvoller im Ernstfall greifen.

Während das sich das DRK ebenso wie die Johanniter Sanitätsdienste auf Veranstaltungen und Versorgung von verletzten Personen auf die Fahnen geschrieben hat, sind die Kameraden der Berufsfeuerwehr der Bundeswehr überwiegend auf dem Stützpunkt und die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Eckernförde und auch in der Umgebung für das Retten und Bergen von Personen und das Löschen von Bränden zuständig. Auch bei voll gelaufenen Kellern nach Starkregen oder Verkehrsunfällen rückten die ehrenamtlichen Brandschützer aus, die auch über Rettungstaucher verfügen. Die Helfer des THW würden mit ihren technischen Möglichkeiten und dem großen Gerät immer dann alarmiert, wenn andere Einheiten an ihre Grenzen geraten oder Unterstützung bräuchten. Das THW suche auch vermisste Menschen im und auf dem Wasser.

Das Meer ist auch das Einsatzgebiet der DGzRS. Mit ihrem Schiff suchen sie Personen, Boote und ziehen bei Bedarf auch kaputte Fahrzeuge in den sicheren Hafen. Um den Verkehr auf der Straße kümmert sich die Verkehrswacht. Die Mitglieder werden präventiv tätig und informieren in Kindergärten und Schulen über das richtige Verhalten im Straßenverkehr.

"Schön, dass die Ehrenamtler so aktiv sind", sagte Ännchen Bogner.

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